Faulbrut-Alarm in Albersdorf
In Kalch wurden Erreger der Faulbrut - einer hochinfektiösen Bienenseuche - entdeckt. Es wurden sofort Gegenmaßnahmen ergriffen.
Z um dritten Mal im heurigen Jahr musste um eine Bienenzucht eine Schutzzone gelegt werden - diesmal in Kalch (Gemeinde Albersdorf-Prebuch). In einem Umkreis von drei Kilometern dürfen seither keine Bienenvölker in das betroffene Gebiet eingebracht und nur mit einer Bewilligung ausgebracht werden. Weiters müssen alle dortigen Bienenbesitzer ihren Bestand bei der Bezirkshauptmannschaft melden. "Durch ein Gutachten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit wurden in einer Wabe Erreger der amerikanischen Faulbrut nachgewiesen", begründet Bezirkshauptmann Rüdiger Taus die Ergreifung dieser Maßnahmen.
Theresia Harrer, Sachverständige für Bienenerkrankungen, erklärt das Problem: "Die amerikanische Faulbrut ist wohl die gefürchtetste Krankheit jedes Imkers, weil durch sie - vereinfacht ausgedrückt - Löcher in der Brut entstehen und diese nach und nach verwest." Man erkenne die Krankheit aufgrund eines Brutnestes sowie einer braunen, fadenziehenden Masse, die nach Leim riecht. "Wird ein Befall zu spät bemerkt, ist das Volk meist verloren", so Harrer. "Problematisch ist, dass die Krankheit hoch ansteckend ist." Die Schutzzone rund um den Stock soll eine weitere Verbreitung eindämmen.
Bis wieder Entwarnung gegeben werden kann, vergehen oft drei bis sechs Monate, so Taus. In dieser Zeit hat der Besitzer betroffener Bienenvölker entsprechende Heil- und Desinfektionsmaßnahmen zu treffen. "Weiters dürfen die gebrauchten Bienenwohnungen, die Imkergeräte, der Wabenbau, aber auch Bienenprodukte wie Wachs und Honig nicht vom gesperrten Standort entfernt werden", informiert Taus. Das werde auch alles genau kontrolliert.











