Baumschlager hat in Weiz ersten Matchball
Erstmals seit 23 Jahren scheint die Weiz-Rallye in der Oststeiermark wieder im Kalender der österreichischen Staatsmeisterschaft auf. Raimund Baumschlager könnte einen großen Schritt Richtung Titel machen.

Foto © GEPARaimund Baumschlager
Als 6. von 8. Saisonläufen ist die Rallye am Freitag und Samstag zwar für die meisten Piloten Neuland, sie könnte bei ihrem Comeback aber auch schon die Meisterschafts-Entscheidung in der Division I bringen. Denn Raimund Baumschlager hat nach vier Siegen den ersten von drei "Matchbällen" auf seinen zehnten Staatsmeister-Titel.
Bereits in den Jahren 2008 bis 2010 gab es die Rallye Weiz, damals noch als Lauf zur "Austrian Rallye Challenge". Die Geschichte der Veranstaltung geht allerdings noch viel weiter zurück: 1984 war die Rallye-Staatsmeisterschaft letztmalig bei der "ARBÖ-Funkberater-Rallye" in der südoststeirischen Bezirkshauptstadt zu Gast. Der Start erfolgte damals noch in Wien, die Auftakt-Sonderprüfung fand auf der Wiener Höhenstraße statt.
Baumschlager genügt in seinem Skoda Fabia S2000 ein zweiter Platz, um sich vorzeitig den zehnten Meistertitel in der obersten österreichischen Liga zu sichern. Nach dem bisherigen Saisonverlauf ist nicht zu erwarten, dass ein anderer Pilot das Tempo von Baumschlager und seinem größten Widersacher, Titelverteidiger Beppo Harrach (Mitsubishi Evo IX R4), folgen kann. Harrach bangte allerdings bis zum Schluss um seinen erkrankten Beifahrer Andreas Schindlbacher.
Rekord im Visier
Erst zwei Tage vor der möglichen ÖM-Entscheidung kehrte Baumschlager aus Finnland zurück. Dort hatte er mit dem neuseeländischen BRR-Neuzugang Hayden Paddon Testfahrten für die WM-Rallye unternommen. In Weiz sei der für den Titel nötige zweite Platz das erklärte Ziel, ließ "Mundl" verlauten. Ein zehnter Staatsmeistertitel würde den 52-jährigen Baumschlager bis auf zwei an Rekordhalter Franz Wittmann (12) heranführen. Wittmann, mittlerweile Präsident des Österreichischen Golfverbandes, hatte 2001 nach neun Jahren Unterbrechung mit 51 Jahren seinen zwölften und letzten Titel gewonnen.
Offen ist der Kampf um Platz drei. Kris Rosenberger verzichtet auf die Teilnahme, so hat Manfred Stohl im Erdgas-Mitsubishi gute Chancen, den letzten Podiumsplatz zu behalten. Auch der Ex-Weltmeister aus Wien musste allerdings bis zuletzt zittern bis fest stand, dass seine in der Beifahrer-Wertung vor Schindlbacher führende Weltklasse-Copilotin Ilka Minor doch mit ihm in der Steiermark und nicht mit WM-Pilot Henning Solberg bei der Finnland-Rallye antritt. Mit dabei ist auch der brasilianische Stohl-Schützling Daniel Oliveira in einem Ford Fiesta RRC.













