Die Revanche muss noch etwas warten
Michael Votter hat sich bei den Summer-Giants Rang zwei geholt, mit einem Punkt Rückstand.
KRAFTSPORT. Nicht jedem würde es nach zehn Bewerben an zwei Tagen körperlich gut gehen. Aber Michael Votter ist nicht jeder und die Bewerbe, die er in Seiersberg und in Wien absolvieren musste, waren unter anderem Auto heben, Baumstamm stemmen, oder Taxi ziehen. "Ich spüre keine Spatzen und fühle mich eigentlich voll fit", sagt Votter.
Aber von vorne: Der Weizer ist dem Ruf von "Big Otto" Wanz gefolgt und hat bei den Summer-Giants seine Muskeln spielen lassen. Das Ziel war klar, den Tiroler Martin Wildauer zu schlagen, der schon bei den Winter-Giants Votter den Sieg gekostet hatte. Aber so einfach war es dann doch nicht. "Das Tresorheben war das brutalste", sagt der 28-Jährige. "Am meisten Spaß hat mir das Yoke-Race gemacht." Dabei muss ein Gewicht von 350 Kilogramm getragen werden, die zurückgelegte Strecke innerhalb einer Minute zählt. "Das habe ich gewonnen."
Mit Vorsprung ging Votter in den finalen Bewerb, Betonkugeln heben. Dort musste er sich seinem Rivalen, Wildauer, geschlagen geben. "Martin ist bei den Kugeln einfach gut", sagt Votter, der den Gesamtsieg um einen Punkt verpasst hat. "Zuerst war ich natürlich enttäuscht und es nagt schon ein bisschen an mir. Aber es ist meine beste Platzierung bisher." Trotzdem ist Wildauer das Vorbild für den Weizer. "Er ist Österreichs erfolgreichster Strongman und sowohl sportlich als auch menschlich ein klasse Typ", sagt Votter. "Und er hat mir auch schon einige Tipps gegeben."
Das Ziel, Wildauer zu besiegen, ist trotzdem noch lange nicht abgehakt. Votter: "Bei den Winter-Giants wird der nächste Angriff gestartet." SANDRA MATHELITSCH
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