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    Zuletzt aktualisiert: 15.06.2012 um 22:33 UhrKommentare

    Nutznießer oder Hoflieferanten?

    Geht es nach dem Land, sollen Reichendorf, Kulm bei Weiz, Pischelsdorf, Oberrettenbach und Gersdorf/Feistritz zusammengehen. Aber was wollen die Bewohner?

    Foto © Privat

    Kein Mensch zu sehen in Reichendorf? Halt, da war doch einer. Bremsen, umdrehen, befragen. Franz Locker nimmt ihn ganz locker, den Überfall am Gartenzaun. "Wenn wir schon zusammengehen müssen, dann wenigstens alle acht Kulmlandgemeinden und nicht nur fünf", sagt er, während er in aller Ruhe Zweigerl von Ästen abzwickt.

    Begeistert ist er von der Fusion nicht. "Unsere Gemeinde hat keine Schulden, die anderen zum Teil schon. Für uns kann es nur schlechter werden, weil bei uns ist alles top", sagt er. Reichendorf, ein reiches Dorf? Seine Enkelin Elina winkt. Weiter geht's.

    Weiter nach Kulm. Der erste Mensch, den ich in Kulm entdecke, entpuppt sich als Pischelsdorfer, der noch dazu nichts sagen will. Sonst scheint in Kulm keine Menschenseele im Freien zu sein. Nein, doch, zwei Männer, die gerade Pflastersteine verlegen. Günter Ziesler ist einer von ihnen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Zusammenlegung viel bringen wird. Was will man damit einsparen?", fragt er. Eigentlich aber will er sich da nicht einmischen und lieber weiterarbeiten. So soll es sein.

    Straßenbeleuchtung

    Der nächste Ort ist Pischelsdorf. Herta Hofer geht gerade zu Fuß nach Hause. Am selben Abend noch wird sie zur Infoveranstaltung der Gemeinde gehen, sagt sie. "Ich brauche noch mehr Informationen, um mir eine Meinung zu bilden." Ihr Nachbar, Anton Haar, der auch gerade nach Hause kommt, befürwortet die Fusion: "Es ist sicher eine Kostenersparnis und die Verwaltung wird einfacher", sagt er.

    Für die Fusion ist auch die erste Frau, die in Oberrettenbach zu sehen ist: Barbara Friedl mit ihrem kleinen Sohn Matteo. "Für uns kann es nur ein Vorteil sein, wir sind eine relativ kleine Gemeinde und haben selber nicht viel. Vielleicht bekommen wir dann endlich eine Straßenbeleuchtung oder eine fixe Buslinie", sagt sie. Das Gemeindeamt in Pischelsdorf sei von ihrem Haus nur einen halben Kilometer weiter entfernt als das in Oberrettenbach, wichtige Erledigungen mache sie jetzt schon in Pischelsdorf.

    Ganz anders sieht das Franz Prem, der in Gersdorf/Feistritz gerade auf seine Enkeltöchter Katrin und Saskia aufpasst. "Wir wollen eigenständig bleiben. Wir haben alles, eine gute Infrastruktur, viele Vereine, große Arbeitgeber und ein gutes Dorfleben", sagt er. Bei einer Fusion wäre Pischelsdorf der "Hofstaat", die Randgemeinden die "Hoflieferanten", sagt er. Das Geld würde dann "sicher in die Zentrale gepumpt", sagt Prem. "Wenn es aber wirklich sein muss, dann sollten wir wenigstens nur mit Oberrettenbach zusammengehen - nur nicht zu groß werden", sagt er.

    SONJA BERGER

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