Die Opposition am Telefon
Soll die Kleinregion Gleisdorf zu einer Großgemeinde werden? Die Standpunkte der Bürgermeister sind bekannt. Was aber sagt die Opposition? Ein Rundruf.

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Soll aus der Kleinregion Gleisdorf eine Gemeinde werden? Oder ist man alleine besser dran? Während sich die Stadtgemeinde für eine Fusion offen zeigt, sehen die Gemeinden um Gleisdorf - Albersdorf-Prebuch, Ludersdorf-Wilfersdorf, Hofstätten, Nitscha, Ungerdorf, Labuch, Laßnitzthal - ihre Zukunft nicht unbedingt in einer Großgemeinde.
Das sagen zumindest deren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Aber was meinen Volksvertreter, die nicht der jeweiligen Bürgermeisterpartei angehören? Stehen sie hinter ihrem Ortschef oder sehen sie Gemeindefusionen in einem anderen Licht?
In Gleisdorf ist für Christa Lang, SPÖ-Gemeinderätin und Vizebürgermeisterin, die Sache klar: "Die Fusion ist unbedingt zu machen. Denn gemeinsam können wir mehr erreichen." Durch eine gemeinsame Gemeinde, die die ihre unterschiedlichen Ressourcen optimal nutzt, würden alle profitieren. "Die Kronprinzen - also die Bürgermeister - haben nur Angst, dass sie ihren Job verlieren. Aber dann werden sie halt Ortsteilbürgermeister", meint Lang. Sie hofft nach wie vor, dass sich alle freiwillig für eine Fusion aussprechen. "Ist es etwa lustig, wenn man zwangsfusioniert wird?", fragt Lang.
Ebenfalls für eine Zusammenlegung setzt sich Daniel Andrä, FPÖ-Gemeinderat in Laßnitzthal, ein. "Auch wenn das gegen die Parteilinie ist", betont Andrä. Aber nur durch Schaffung einer großen Gemeinde könne der "aufgeblähte Verwaltungsapparat" verschlankt werden, so Andrä. "Wenn die große Option mit Gleisdorf nicht kommt, bin ich auch für eine Fusion von Laßnitzthal, Ungerdorf und Labuch zu haben", sagt Andrä.
Zu wenig Information
Skeptisch, aber doch eher positiv steht Josef Tschida, Grün-Gemeinderat in Nitscha, einer Gemeindefusion gegenüber. "Das Ganze wurde von der Landesregierung vom Zaun gebrochen, ohne dass sie informiert hat, was ihr Ziel ist", bekrittelt Tschida. Das Positive an einer Großgemeinde sieht er in einer Verwaltungsvereinfachung sowie in einer Erhöhung der Transparenz. "Aber nach wie vor ist alles in Schwebe. Es gibt ja auch nichts, wonach man sich richten könnte", sagt Tschida.
Dass das Land noch "nichts zum Angreifen", keine handfesten Zahlen präsentiert habe, was eine Zusammenlegung bringen würde, bekrittelt auch Alfred Gschweitl, SPÖ-Gemeindekassier in Albersdorf-Prebuch. Kleinräumigeren Zusammenlegungen - etwa von Ludersdorf, Nitscha und Albersdorf oder Labuch, Ungerdorf und Laßnitzthal - stehe er aber offen gegenüber. "Nur bei einer Zusammenlegung von allen acht Gemeinden mit Gleisdorf fürchte ich, dass wir dann - ähnlich wie bei großen Firmen - einen zu großen Koloss hätten, der unbeweglich wird", sagt Gschweitl.















