Ohne viel Trara, aber mit vielen Zettelchen
Strebern, strebern, strebern - das müssen nicht nur Lukas Schönbacher (Miesenbach) und Margarethe Janisch (Weiz). Ist doch wieder Maturazeit! Die beiden berichten ab nächster Woche regelmäßig.

Foto © Berger/PrivatMargarethe Janisch (HLW) und die hundert Klebezettel beim Lernen. Am liebsten lernt Lukas Schönbacher auf der Terrasse daheim
Eines macht er sicher nicht aus der Matura: ein Trara! Lukas Schönbacher, Maturant am BORG Birkfeld, hat auch gut reden: Ist er doch ein guter Schüler. "Viele machen so ein Trara daraus und lernen viel zu sehr in die Tiefe - dabei ist ein Überblick gefragt", sagt der 17-jährige Miesenbacher. Ja, 17 ist er noch, aber dann, kommenden Samstag, wenn er die drei schriftlichen Prüfungen vorbei hat, wird er 18.
Eine aufregende Zeit? "Auf jeden Fall", sagt Schönbacher, Matura und volljährig! Gleich nach der schriftlichen macht er mit den Burschen der Klasse eine vorgezogene Maturareise nach Budapest. Nach der mündlichen Matura im Juni ist die Streberzeit noch nicht vorbei - will doch der junge Mann Arzt werden. "Das möchte ich schon seit der Hauptschulzeit, mir taugt es, das Naturwissenschaftliche mit dem Sozialen verbinden zu können." Schon seit einem Jahr bereitet er sich auf die Aufnahmsprüfung an der Medizinischen Fakultät vor. "Jeder Fünfte wird nur aufgenommen, manche brauchen mehrere Anläufe. Aber irgendwie wird es schon gehen", sagt er. Wie die Matura eben, ohne Trara.
Klebezettelchen in allen Farben begleiten die Weizerin Margarethe Janisch derzeit fast auf Schritt und Tritt. Sie kleben im Übungsblock, im Englischbuch, vor allem aber in Rechnungswesenbüchern. "Dafür muss ich sicher am meisten lernen", sagt die Maturantin an der HLW Weiz.
Nach Plan
Kommende Woche geht es auch für sie mit den schriftlichen Prüfungen los: morgen Deutsch, übermorgen Englisch und am Donnerstag Rechnungswesen. Die mündlichen Prüfungen - in ihrem Fall Geschichte, Geografie und Internationale Kommunikation in der Wirtschaft mit Englisch und Französisch - folgen Mitte Juni. Läuft alles nach Plan, geht's anschließend ab in die Türkei zur Summersplash-Maturareise, dann wartet höchstwahrscheinlich das Jus-Studium.
Ihr Plan bis dahin ist tatsächlich gut durchdacht: "Ich habe mir seit Notenschluss für jeden Tag einen Plan gemacht, was ich lerne. Wenn ich an einem Tag was ausgelassen hab, hab's ich am nächsten dazugemacht", erklärt sie ihr System. Gut eingeteilt hat sie sich aber auch die Pausen - mit ihrem neuen Hobby Zumba, spazieren gehen, fernsehen oder einfach "facebooken".
Wie es Lukas Schönbacher und Margarethe Janisch in den nächsten Wochen ergeht, werden sie regelmäßig in "Maturatagebüchern" berichten. Sonntags werden darüber hinaus jeweils zwei weitere Maturanten aus dem Bezirk in Steckbriefen vorgestellt.











