Blitze, Überflutungen, Muren in der Steiermark
Wieder Unwetternacht in Teilen der Steiermark - mit Blitzschlägen, Muren, Überflutungen und Großeinsätzen der Feuerwehren. Mehrere Personen mussten gerettet werden.
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Es war ein heftiges Gewitter, das in der Nacht zum Sonntag im Bezirk Feldbach niederging. Für eine Familie aus Oberdorf am Hochegg hatte das Unwetter schlimme Folgen. "Der Blitz ist genau um halb eins eingeschlagen, direkt in den Kamin", ist Walter Weixler am Vormittag noch immer ganz geschockt. Mit einem Handfeuerlöscher versuchte er die Flammen zuerst noch selbst zu löschen, dann brachte er sich und seine Eltern (73 und 77) in Sicherheit.
"Bei Eintreffen der Feuerwehren stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand", berichtet Einsatzleiter Manfred Lebler. Rund 95 Feuerwehrmänner standen stundenlang im Einsatz. Bei Tagesanbruch zeigte sich dann das gesamte Ausmaß des Schadens, er wird auf 250.000 Euro geschätzt.
Ebenfalls in den Kamin eines Einfamilienhauses schlug fast zur gleichen Zeit ein Blitz in Leibnitz ein. Die Hausbesitzer wurden dadurch geweckt, sie alarmierten gleich die Feuerwehr. Dennoch wurde ein Teil des Dachstuhls ein Raub der Flammen.
Doch das waren nicht die einzigen Einsätze. "Mehrere Hundert Feuerwehrkräfte waren vor allem in den Bezirken Hartberg, Feldbach und Weiz im Einsatz - nach Murenabgängen, bei Hochwasser und Verkehrsunfällen im Gewitter", berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Thomas Maier. In der Oststeiermark gingen Niederschläge von beachtlichen 85 Litern pro Quadratmeter und Stunde nieder.
Für eine Autofahrerin in Preßguts hatte das schlimme Folgen. Sie wurde mit ihrem Fahrzeug von den Wassermassen des Schirnitzbaches eingeschlossen. Die Feuerwehr konnte nur zu Fuß zu ihr vordringen und sie aus dem Wagen holen.
In Notzelt versorgt
Während eines heftigen Gewitters wurde in Eichkögl eine 15-jährige Fußgängerin auf einer unbeleuchteten Gemeindestraße von einem Pkw gerammt. Die Feuerwehr musste ein Notzelt aufstellen, damit die unbestimmten Grades Verletzte im strömenden Regen an der Unfallstelle versorgt werden konnte.
Zahlreiche Straßen waren nach Vermurungen stundenlang gesperrt, darunter auch die Landesstraße zwischen Hartberg und Pöllau und die Straße durch die Feistritzklamm. In Mellach bei Graz bedrohte eine 150 Meter breite Hangrutschung mehrere Wohnhäuser. Diese mussten jedoch nicht evakuiert werden, Geologen beobachten den Hang.



















