Der Nachwuchs kämpft um den Sieg
330 Jugendgruppen der steirischen Feuerwehren zeigen in St. Margarethen an der Raab ihr Können.
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Die neun Jugendlichen der Wettkampfgruppe "St. Margarethen I" sind angespannt. In wenigen Minuten müssen die Teilnehmer der Feuerwehren St. Margarethen, Goggitsch, Sulz und Takern I als Erste auf der Wettkampfbahn A ihr Können zeigen. Jeder der neun Jungflorianis hat seine spezielle Aufgabe zu erledigen: Gruppenkommandant Daniel Gütl (16) muss seine Wettkampfgruppe dirigieren, Angriffs- und Löschtrupp müssen Schläuche legen, mit Kübelspritzen ein Ziel treffen - und zusätzlich Hindernisse überspringen oder durch einen Tunnel kriechen.
"Ich bin ehrlich gesagt schon ein bisschen nervös", zittert Melanie Salmhofer (16) dem Wettkampf entgegen. Immerhin geht es darum, das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber zu ergattern. Zudem darf die Gruppe vor zahlreichen Schaulustigen im Edi-Glieder-Stadion in St. Margarethen an der Raab im Bezirk Weiz antreten. "Das ist schon etwas Besonderes. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass man in seiner Heimatgemeinde auftritt", betont Gütl. Das heiße Wetter - 30 Grad bei bewölktem Himmel - macht dem Nachwuchs nichts aus. "Vor einer Woche sind wir in Gersdorf zum Bewerb angetreten, da hatte es 34 Grad. Das heute ist gar nichts dagegen", sagt die 16-jährige Simone Wallner. Der Gruppenkommandant meldet seine Wettkampfgruppe zum Bewerb an, kurz darauf brüllt er: "Zum Angriff, los!" Sofort laufen die Jugendlichen vom Startplatz, springen über den Wassergraben und ein Hindernis und kriechen durch den Tunnel, um kurz darauf an zwei Gestelle zu gelangen, auf denen vorgegebene Knoten gebunden und Geräte erkannt werden müssen. Nicht einmal eine Minute nach dem Angriffsbefehl sind alle neun Jugendlichen im Ziel: 50.86 Sekunden, eine ausgezeichnete Zeit.
Plötzlich ruft der Hauptbewerter Daniel Gütl zu sich. Jetzt geht es um die Fehlerauswertung. Gemeinsam marschieren die beiden die halbe Bewerbsbahn zurück - vor dem Tunnel liegt ein verdrehter Schlauch. "Verdammt, nicht schon wieder", ärgert sich ein Betreuer. Doch die Jugendlichen haben Glück: Als der Bewerter den Schlauch aufhebt, löst sich der Dreher - es gibt keine Fehlerpunkte. Das macht sich bezahlt, nach dem ersten der beiden Wettkampftage liegt die Gruppe auf einem Podestplatz.
Insgesamt 330 Bewerbsgruppen treten im Edi-Glieder-Stadion zum 40. Landesfeuerwehrjugend-Leistungsbewerb an. Ab sieben Uhr früh geht der Wettkampf heute weiter. Ihren Höhepunkt finden die Spiele gegen 14 Uhr, wenn die zwölf besten steirischen Jugendgruppen beim "Styrian Junior Firefighter Cup" gegeneinander antreten. Um 16 Uhr werden die Sieger geehrt.


















