Ultimate Frisbee: Kekse und Catchup
Die Gleisdorfer Zuseher sahen beim Frisbee-Turnier eine faszinierende Sportart und Spieler, die auf der Tribüne schliefen.
Dass es beim Solar-Cup im Ultimate-Frisbee nicht wie bei anderen Sportarten zugeht, zeigte sich schon auf einen Blick: Die Zuseher durften auf der Tribüne der Sporthalle Gleisdorf direkt neben den Schlafsäcken und Matten der Spieler Platz nehmen. Dafür bekamen die rund 200 Zuschauer eine faszinierende Sportart geboten, bei der Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Teamwork gefragt sind.
Zwölf Teams aus drei Nationen fanden sich in Gleisdorf ein, um ihre Kräfte zu messen. Die Favoritenrolle war schon nach dem ersten Spieltag klar vergeben, nämlich an Catchup Graz. Souverän gewannen sie ein Spiel nach dem anderen, um im Finale auf die Winona Raiders aus Mödling zu treffen. Beim hart umkämpften Spiel schlugen die Grazer die Niederösterreicher 8:5 und holten sich den Titel und den Hauptpreis. Und als Siegespreis winkte kein Pokal, sondern ein Korb selbstgebackener Kekse. "Es ist bei Turnieren üblich, dass es kleine Preise und etwas Selbstgemachtes gibt", sagt Gloria Loidl, Spielerin der Polar Bears und Organisatorin. Den dritten Platz holten sich die Mosquitos aus Klosterneuburg.
Dafür gibt es noch einen speziellen Preis, der den Grundgedanken der Sportart betonen soll. Bei dem Spiel gibt es keine Schiedsrichter, die Spieler am Feld bestimmen selbst über Fouls. "Bis jetzt hat es damit noch nie Probleme gegeben", meint Loidl. Am Ende des Turniers wählen die Teams die fairste Mannschaft des Wettkampfes. Und diese Auszeichnung, die ähnlich hoch eingeschätzt wird wie der spielerische Titel, holte sich die Heimmannschaft der Polar Bears. Der Erfolg dieses Turniers verleitet Loidl zum Versprechen: "Auch nächstes Jahr wird es wieder einen Solar-Cup geben."













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