Pilotprojekt der Gegenwartskunst
Die Energieregion möchte durch neue Kooperationen eine Pilotregion in Sachen Gegenwartskunst werden. Die ersten Vorprojekte laufen bereits.

Foto © BreitlerDie Energieregion als Vorzeigeregion bei Gegenwartskunst
In Zeiten zurückgehender Gemeindeeinnahmen können Künstler nicht erwarten, dass ihre Kommunen Geld für Kultur ausgeben, das sie dringender für die Sanierung von Straßen brauchen. Das meint der freischaffende Künstler Martin Krusche. Das solle aber nicht das Ende jeglichen Kunstschaffens und sämtlicher Kulturveranstaltungen bedeuten, vielmehr müssten sich Künstler (aber auch Gemeinden) vernetzen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.
Dies ist einer der Ansätze des Kunstprojektes der Energieregion Weiz Gleisdorf innerhalb des EU-Förderprogrammes Leader. "Ursprünglich war Leader nur ein Programm für regionale Entwicklung und nicht für Kulturagenden", erzählt Krusche. In der derzeitigen Periode steht aber auch Geld für die Kofinanzierung von Kunstprojekten zur Verfügung. "Nicht aber für Kunstproduktionen oder Veranstaltungen", betont Krusche. Daher widme sich das Projekt der Aufgabe, die Bedingungen für Gegenwartskunst in der Region und darüber hinaus zu verbessern.
Pilotregion
"Die Energieregion möchte sich so in Sachen Kunst als Pilotregion in der Steiermark positionieren", sagt Iris Absenger, Geschäftsführerin der Energieregion. Dafür müsse man jedoch über Gemeindegrenzen hinweg blicken und die maßgeblichen gesellschaftlichen Sektoren mit einschließen. Martin Krusche: "Das Ziel ist eine Kooperation von inspirierten Menschen aus den Bereichen Staat, Markt und Zivilgesellschaft." Durch diese Zusammenarbeit sollen vorhandene Ressourcen effizienter genutzt und geringere Kulturbudgets kompensiert werden. "Provinz war gestern. Es gibt am Land zwar Standortnachteile, durch eine solche Kooperation können wir aber Dinge zeigen, die auch in Graz niemand besser zeigen könnte", sagt Krusche.
Wie eine solche Zusammenarbeit konkret aussehen könnte, wird sich aber erst im Laufe des Hauptprojekts ab 2010 ergeben. Als fix gilt, dass keine eigene Kunstorganisation gegründet wird. "Vielmehr möchten wir mit den bestehenden Institutionen zusammen arbeiten", sagt Hubert Brandstätter als Vertreter für die Stadt Weiz. Bis 2013 soll die regionsweite Kooperation in Kunstangelegenheiten realisiert sein.















