Landwirtschaft: Keine Klagen wegen Kälte
Bisher arbeitet Väterchen Frost mit den Minusgraden nahezu perfekt. In der Landwirtschaft besteht lediglich Gefahr für das Wintergetreide.

Foto © APATrotz eisiger Temperaturen gibt es keine Klagen von Seiten der Bauern
War der Winter bisher eher streng oder mild oder einfach durchschnittlich? Je nach Art und Weise der Betrachtung kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen. Eher streng würde man in Bezug auf die schwindenden Heizvorräte sagen. Eher normal oder mild, wenn man nur die Außentemperaturen misst.
Wintergetreide. "Für die Landwirtschaft verläuft dieser Winter bisher gottlob ganz normal", stellt Hans-Jürgen Reinprecht von der Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft fest. Weil sich der Dezember kühl und frostig zeigte, die Schneedecke allerdings dünn war, könnte es zu Ausfällen beim Wintergetreide kommen. "Es besteht die Gefahr, dass die Pflanzen abfrieren, doch ist die Situation nicht allzu tragisch, solche Witterungsumstände gibt es öfter."
Vegetationsruhe. Ob die Temperaturen um einige Grade mehr oder weniger unter den Nullpunkt sinken, spielt laut Reinprecht für die Pflanzenwelt keine Rolle: "In der Natur herrscht jetzt Vegatationsruhe." Weil man bisher von starken Schneefällen und Stürmen verschont geblieben ist, leidet auch der Wald keinen Schaden. "Aber bitte nicht verschreien, im Vorjahr brauste im Jänner der Sturm Kyrill durch halb Europa", ist der Kammersekretär vorsichtig. "Ihm fielen allein in der Obersteiermark 500.000 Festmeter Holz zum Opfer, europaweit waren es immerhin mehr als 60 Millionen."
Fischzucht. Auch für den Fischzüchter Max Hamedinger in Kainach verläuft der Winter bisher "nicht extrem", so der Teichwirt. "Die Fische werden bei uns während der kalten Monaten ohnehin nicht gefüttert, denn ab einer Wassertemperatur von plus vier Grad nehmen sie keinerlei Nahrung auf." Die Teiche sind derzeit zwar mit Eis bedeckt, die Zu- und Abläufe jedoch frei. "Wir mussten bisher kaum Eis hacken, um die Fische für den Verkauf zu fangen."
Imkerei. Für den Imker Karl Edler in Voitsberg lässt sich dieser Winter besser an als der vergangene, in dem es unnatürlich warm war. "Jetzt haben die Bienen Ruhe. Gegen Kälte schützen sie sich mit einem ständigen Vibrieren der Flügel", so der Imker.








