"Landesliga ist ein Trainer- Friedhof"
Andreas Köhler musste als Voitsberg-Trainer abdanken, heute sitzt Helmut Kalander gegen Kindberg auf der Bank.
FUSSBALL. Damit hat Andreas Köhler nicht gerechnet - nach vier Runden und sechs geholten Punkten wurde er als Voitsberg-Trainer gefeuert. "Ich habe es nicht erwartet", sagt Köhler, der meint, dass das Remis gegen Pachern der ausschlaggebende Grund war. "Dieser Punkt war anscheinend zu wenig. Voitsberg will mit aller Gewalt aufsteigen. Und unter dieser Vorgabe sitzt ein Trainer halt immer auf dem Schleuderstuhl."
Obfrau Brigitte Koren gibt "Auffassungsunterschiede" als Trennungsgrund an. "Wir wollten aufsteigen und die zuletzt gezeigten Leistungen passen nicht zu unserem ehrgeizigen Ziel", sagt Koren. Die Suche nach einem neuen Trainer war allerdings keine lange. Mit Helmut Kalander sitzt schon heute (19 Uhr) auswärts gegen Kindberg der neue Coach auf der Bank. "Wie wir das letzte Mal auf Trainersuche waren, hat es schon Gespräche mit ihm gegeben. Damals haben wir Köhler bevorzugt", sagt Koren. "Jetzt war Kalander frei, wir kennen ihn und wir hatten auch nicht lange Zeit, herumzusuchen." Falls Kalander überzeugt, soll er bis zum Ende der Meisterschaft auf der Trainerbank sitzen, "noch einen Wechsel wollen wir nicht".
Premiere gegen Ex-Klub
Kalander selbst war überrascht über den Anruf der Voitsberger, sagte aber sofort zu. Landesliga-Erfahrung hat der 50-jährige Gratweiner, saß er doch unter anderem bei Kalsdorf, Fürstenfeld und dem heutigen Voitsberg-Gegner Kindberg auf der Bank. "Ich freue mich schon, wenn wir gegen sie spielen", sagt Kalander, der möglichst schnell seine Handschrift bei den Weststeirern sichtbar machen will. Ob er einen Druck fühlt, nachdem sein Vorgänger nach vier Spielen ohne Niederlage gehen musste? "Die Spielkultur dürfte nicht begeistert haben", sagt Kalander. "Aber die Landesliga ist ein Trainer-Friedhof. Da muss man immer mit allem rechnen." SANDRA MATHELITSCH
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