"Mausefalle" schnappt zu
Mit dem Agatha Christie-Stück wird erstmals ein Krimi auf der Burgruine aufgeführt. Die Premiere der Premiere ist heute zu sehen.

Foto © BURGHOFSPIELESchwarzer Humor wird in der "Mausefalle" versprochen
Zum ersten Mal in der Ära der Burghofspiele bringen wir einen Krimi auf die Bühne. Das ist auch für uns eine Premiere", schildert Obmann Thomas Vollmann von den Burghofspielen in Voitsberg. Und den Besuchern wird ab heute, Freitag, nicht irgendeine Mordgeschichte aufgetischt, sondern mit der "Mausefalle" von Agatha Christie ein echter Klassiker. "Dieser wird seit 1952 im Londoner West End aufgeführt, und ist das am längsten ununterbrochen gespielte Theaterstück der Welt", weiß Vollmann.
Wer sich die 52. Burghofspiele auf Obervoitsberg nicht entgehen lassen möchte, tut gut daran, rasch Karten für die Freitag- und Samstag-Termine um jeweils 20.45 Uhr auf der Burg Obervoitsberg bis 28. Juli zu reservieren. Schließlich schnappt die Voitsberger "Mausefalle" nur an sieben Abenden zu (Informationen und Karten unter www.burghofspiele.at).
Krimiklischees
"Wer den Film kennt, wird überrascht sein, weil dieser mit der Originalgeschichte nichts zu tun hat. Es werden alle Krimiklischees bedient, auch wenn kein Gärtner oder Butler dabei sind und dennoch ist es eine Überraschung, wer der Mörder ist", macht Vollmann neugierig auf die Version der Burghofspiele unter der Regie von Astrid Ranner und der Produktionsleitung von Michael Zejdlik.
Zum Inhalt verrät Vollmann nur, dass eine Leiche in London gefunden wird mit einem Hinweis auf eine Pension. Ein Polizist versucht dort, den Mord aufzuklären und wird mit den übrigen Gästen, die alle verdächtig sind, das Kapitalverbrechen begangen zu haben, eingeschneit. "Jeder hat Dreck am Stecken und eine dunkle Geschichte. Von den Figuren her ist das Stück auch unglaublich witzig. Einfach schwarzer, englischer Humor, einfach böse", schmunzelt Vollmann.
Geprobt wird vom elfköpfigen Ensemble bereits seit März, weil heuer extra viel Rollenstudium betrieben wurde.
Spektakulär
Spannend wird für das Publikum heuer auch das Bühnenbild. "Das ist spektakulär. Wir hatten die Idee, dass die Bühne als Bühne erkennbar sein soll. Das heißt, man sieht dahinter auch die Schauspieler, wenn sie sich auf ihren Auftritt vorbereiten. So wird man beispielsweise Mädchen beim Beschneien der Pension beobachten können", lüftet Vollmann ein Geheimnis der neuen Produktion.
Heuer konnte das Team der Burghofspiele aus dem Vollen schöpfen, weil sich nach einem Aufruf in der Kleinen Zeitung viele neue Mitglieder auch für den Backstage-Bereich meldeten. "Mit Wolfgang Guggi aus Stallhofen haben wir erstmals einen eigenen Friseurmeister. Die Schauspieler werden im Stil der 1950er-Jahre gestylt sein und auch Kostüme aus dieser Zeit tragen." Die dazu passenden Möbelstücke aus den 50er- und 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts, darunter einen Kastenradio, wurden von der Darstellerin Sabine Töscher organisiert. Erwähnenswert: Alle Mitglieder der Burghofspiele engagieren sich ehrenamtlich für die Aufführung auf oder hinter der Bühne.








