"Vereine brauchen keine Angst um ihr Bestehen haben"
Ernst Meixner, Bürgermeister von Voitsberg, kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Unter den Vereinen im Bezirk machen Gerüchte die Runde. Es werde erzählt, dass viele Vereine aufgelassen werden, sollte es zu einer Großgemeinde - also einem Zusammenschluss von Voitsberg, Köflach, Rosental, Maria Lankowitz und Bärnbach - kommen.
"Doch davon kann nicht die Rede sein", bekräftigt Meixner die Idee einer einheitlich verwalteten Kerngemeinde. "Trotz aller Sparmaßnahmen wurde bei den Vereinen in den vergangenen Jahren noch nie gespart. Die Förderung von Vereinen ist essenziell für das Weiterbestehen der Region", so Meixner, der betont, dass man mit einer Großgemeinde niemanden schaden wolle.
In der Gemeinderatssitzung Ende Juni hat sich - bis auf zwei Ausnahmen - der gesamte Voitsberger Gemeinderat erneut für eine Zusammenlegung ausgesprochen.
Die Idee entstand ja bereits im Jahr 2008, als Peter Kalcher (ÖVP) und Ernst Meixner (SPÖ) in einer Umfrage die Befindlichkeiten zum Thema in der Bevölkerung abfragten. "Die Zustimmung zu einer Großgemeinde lag damals schon bei über 50 Prozent", sagt Kalcher. "Und heute wäre sie sicher noch größer". Junge Menschen würden die Gemeindegrenzen ja gar nicht mehr wahrnehmen. Die ÖVP der Kernraumgemeinden habe sich übrigens einheitlich zu einer Zusammenlegung bekannt.
Unter den Bürgermeistern schaut das, wie vielfach berichtet, anders aus. "Es ist eine Katastrophe, dass keine Diskussionsbereitschaft herrscht", meint Meixner. "Wir hatten 2008 die Idee. Aichfeld und Bruck/Kapfenberg haben sie jetzt umgesetzt. Und wir?" Dabei betont er: "Mir geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, es geht um die Sache."
Nicht die Partei sei das Thema, sondern das Weiterbestehen des Bezirks, legt auch Horst-Werner Kovacic (Bürgerliste) noch ein Schäuferl nach. "Sonst werden wir als Blinddarm von Graz enden und uns in zehn Jahren ärgern, es nicht umgesetzt zu haben. Wie beim Autobahnanschluss."
"Wir laden erneut alle zu konstruktiven Gesprächen ein", will Meixner in dieser Sache nicht locker lassen.







