Keine Chance den Fahrraddieben
In der Südweststeiermark stieg die Zahl der Fahrraddiebstähle stark an. Helfen kann eine Codierung, die heute und morgen bei der Leistungsschau in Köflach kostenlos angeboten wird.

Foto © KLZ/Koscher
Frühlingszeit ist die Zeit der Radler, das warme Wetter weckt Zweiradfreunde aus ihrem Winterschlaf. Servus die Wadeln. Gleichzeitig erwachen aber leider auch Fahrraddiebe, die im Vorjahr gerade in der Steiermark Hochsaison hatten: 2011 wurden steiermarkweit 2639 Drahtesel gestohlen, um 16,8 Prozent mehr als im Jahr davor, zeigt eine Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ). Diese Tendenz lässt sich auch in der West- und Südsteiermark feststellen.
Im Bezirk Voitsberg stieg die Zahl der entwendeten Fahrräder nur leicht an: "2010 verzeichneten wir 49 Diebstähle, im Vorjahr waren es 51. Im Jahr 2012 wurden von Jänner bis März erst drei Fahrräder gestohlen", weiß Helmuth Magg vom Bezirkspolizeikommando Voitsberg. Auf ähnlich gleichbleibendem Niveau bewegen sich die Daten im Bezirk Radkersburg: "Bei uns wurden 2010 nur 25, im Jahr darauf 28 Diebstähle verzeichnet", so Josef Stöckler, Polizeikommandant in Radkersburg.
Von 30 auf 46
Mit einem stärkeren Anstieg ist man in den Bezirken Deutschlandsberg und Leibnitz konfrontiert: "Bei 30 entwendeten Fahrrädern 2010 stieg die Anzahl 2011 auf 46, aktuell haben wir im Jahr 2012 erst einen Stand von sechs Diebstählen", berichtet Leo Foller, Bezirkskommandant-Stellvertreter in Deutschlandsberg. Spitzenwerte im Juli, August und Oktober verzeichnete man in Leibnitz: "Waren es 2010 gesamt 55 Diebstahlsfälle, stieg die Zahl 2011 auf 80. Heuer stehen wir bisher bei neun Diebstählen", informiert Bezirkspolizeikommandant Gerhard Trummer.
Absperren
Was kann man tun, um seinen fahrbaren Untersatz vor Langfingern zu schützen? "Absperren, absperren, absperren. Das ist die allerbeste Sicherung. Außerdem sollte man sich die Seriennummer seines Fahrrades notieren, um im Falle eines Diebstahles eine Sachfahndung einleiten zu können", empfiehlt Magg.
Eine weitere Möglichkeit ist, seinen Drahtesel kostenlos bei der Exekutive codieren zu lassen. "Dabei wird ein Code in den Rahmen eingraviert und es ist uns leichter möglich, ein gestohlenes Rad dem Besitzer zuzuordnen. Dies ist vor allem bei jenen Fällen interessant, bei denen nur Teile des Fahrrads abmontiert werden, wie Trummer aus Erfahrung berichtet: "Unter einer Schicht Sperrmüll finden wir häufig Komponenten von teuren Fahrrädern, die dort verborgen wurden, um ungesehen über die Grenze gebracht werden zu können."
Fahrradcodierungen werden übrigens in allen Bezirken während der Sommermonate angeboten. Im Bezirk Voitsberg kann man diesen Service auch bei der Leistungsschau in Köflach heute Samstag und morgen Sonntag nutzen.
Im Bezirk Deutschlandsberg werden im Mai in Eibiswald Termine angeboten und am 17. Juni in Lannach. In den Bezirken Radkersburg und Leibnitz steht dieser Service ebenfalls in den Sommermonate, im Zuge von Veranstaltungen zur Verfügung.
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FAKTEN
Fragebogen. Die Fahrradfreundlichste Gemeinde 2012 wird derzeit gesucht. Alle Verantwortlichen von Gemeinden und Städten, die ein Herz für Radler und ideale Bedingungen für einen sicheren Radverkehr haben, können am Wettbewerb des Kuratoriums für Verkehrssicherheit teilnehmen. Dies ist bis zum 30. April über einen Online-Fragebogen möglich. Gemeinden mit einem guten Fahrradklima werden mit Mobilitätsberatung und Unterstützung bei weiteren radverkehrsfördernder Maßnahmen belohnt.
Rückfragen sind unter fahrradfreundlich@kfv.at möglich. Unterstützt wird das Projekt durch Arbö, ÖAMTC, den Österreichischen Städtebund und den Österreichischen Gemeindebund.







