In die richtige Tonne, bitte
In Mooskirchen wurde eine Analyse des Restmülls durchgeführt.
Dass richtige Mülltrennung enorm wichtig ist, lernt man eigentlich schon im Volksschulalter. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Abfall falsch oder überhaupt nicht sortiert wird. Um Gewissheit zu erlangen, wie es um die Mülltrennungsbereitschaft in den weststeirischen Gemeinden steht, führt der Abfallwirtschaftsverband Voitsberg regelmäßig Müllanalysen durch. Kürzlich wurden stichprobenartig Restmülltonnen von Mooskirchner Haushalten genau unter die Lupe genommen.
Laut Adolf Kern, dem Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsverbandes Voitsberg, entspricht das Ergebnis dem der anderen Nachbargemeinden. Der Anteil an Restmüll lag in den schwarzen Tonnen zwischen 45 und 90 Prozent. In einigen Behältern fanden sich jedoch auch andere Inhalte wieder: 14 Prozent waren Altpapier, 18 Prozent Plastikverpackungen, elf Prozent Bioabfall, vier Prozent Problemstoffe sowie sechs Prozent Altglas und Metallverpackungen.
Falsche Mülltrennung kostet
Kern gibt zu bedenken: "Wichtig ist, die Menschen nicht nur darüber aufzuklären, was in welche Tonne hinein gehört, sondern ihnen auch klarzumachen, dass falsche Mülltrennung in Form von höheren Entsorgungskosten auf sie zurückkommt."
Einen großen Unterschied gibt es ebenfalls zwischen ländlichen Gemeinden und den Städten sowie zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern. Neben den verschmutzten Restmülltonnen bereitet vor allem der Biomüll Probleme. In diesen gelangen vermehrt Verpackungsabfälle hinein. Für Kern ist das überhaupt nicht nachvollziehbar, da "man doch genau weiß, was verrottet und was nicht".
Im Laufe dieses Jahres werden noch weitere Analysen im Bezirk Voitsberg vorgenommen. Dass es sich bei falscher Mülltrennung keinesfalls um ein Kavaliersdelikt handelt, beweist auf jeden Fall die Höhe der dafür vorgesehenen Geldstrafe: Bis zu 30.000 Euro oder eine Ersatzfreiheitsstrafe können fällig werden.








