Sturm über dem Bezirk Voitsberg
Entwurzelte Bäume und durch die Luft wirbelnde Dachziegel. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stürmte es im oberen Kainachtal.

Foto © MayerVielerorts würden Hausdächer abgedeckt, wie etwa hier in Kainach
Angekündigt hatten die Wetterdienste für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch zwar Sturmböen, dass es vor allem im oberen Kainachtal so arg kommen würde, damit hatte man aber nicht gerechnet. Bäume wurden entwurzelt und verlegten Verkehrswege. Von Häusern und Stadeln wurden Dachziegel durch die Luft gewirbelt. Mülltonnen kollerten über die Straßen, Zäune wurden umgerissen. Fußgänger hatten größte Mühe, nicht umgeblasen zu werden.
Der Winterdienst der Straßenmeisterei Voitsberg war am Mittwoch bereits um drei Uhr in der Nacht unterwegs, um an der Landesstraße von Kainach Richtung Eckwirt und Graden die umgestürzten Bäume zu beseitigen, "denn die Menschen müssen ja zur Arbeit fahren, auch Einsatzkräfte sollen freie Bahn haben", so Josef Brettenthaler von der Straßenmeisterei.
Waldbrand-Gefahr
Sirenenalarm gab es um 5.30 Uhr auch für die Feuerwehr Kainach. In Gallmannsegg hatte ein umgestürzter Baum die Stromleitung gekappt, dadurch fing eine Wiese Feuer. "Da die Flammen bereits auf einen angrenzenden Wald übergriffen, war höchste Gefahr gegeben" schildert Kainachs Hauptbrandinspektor Wolfgang Scherz die Situation, "bedingt durch den starken Sturm drohte ein ausgedehnter Waldbrand. Wir hatten das Feuer jedoch rasch unter Kontrolle."
Viktor Schriebl, Bürgermeister von Kainach, ergänzt: "Bei uns wurden einige Dächer arg in Mitleidenschaft gezogen. Wie es derzeit im Wald aussieht kann man aber jetzt noch nicht sagen, ein Betreten wäre nach wie vor zu gefährlich."
Auch die Feuerwehr von Geistthal wurde zu Einsätzen gerufen. "Als ich zum Einsatz fahren wollte und das Garagentor öffnete, hat der Sturm mich samt dem Tor ausgehoben" erzählt Johann Jantscher, Kommandant der Feuerwehr Geistthal, im Nachhinein schon wieder schmunzelnd.







