Frauen wollen ans Ruder
Gemeindepolitikerinnen aus der Region machen sich für eine Großgemeinde samt Ligist und Krottendorf/Gaisfeld stark.
Knalleffekt beim Thema Zusammenlegungen im Bezirk Voitsberg: Wie bereits mehrmals berichtet, herrscht in der Region kein großer Appetit auf die Gemeindestrukturreform von Landeshauptmann Franz Voves und seinem Stellvertreter Hermann Schützenhöfer. In der Vorschlagsphase bis Ende Jänner dieses Jahres landeten nur zögerliche Anregungen aus dem Bezirk Voitsberg in den Landesstuben.
Ein Umstand, der für weibliche Gemeindevertreterinnen diverser Couleurs schwer verdaulich gewesen sein dürfte. "Es ist in der Zwischenzeit zu einigen Geheimtreffen engagierter Politikerinnen gekommen, die sich mit diesem Zustand nicht abfinden wollen. Vor allem möchten sie verhindern, dass es zu Zwangsverpflichtungen seitens des Landes kommt, weil man sich vor Ort nicht habe einigen können", schildert EU-Regionalbeauftragte Elfriede Pfeifenberger, die zur Sprecherin dieser Frauenrunde bestimmt worden ist. "Fakt ist, dass ein Brief an Voves und Schützenhöfer geschrieben wurde, in dem der Vorschlag unterbreitet wurde, die Städte Voitsberg, Bärnbach, Köflach, mit den Gemeinden Rosental, Maria Lankowitz, Krottendorf-Gaisfeld und Ligist zu einer Einheit zusammenzulegen", so Pfeifenberger. Damit habe man alle notwendigen Infrastruktur-Einrichtungen, um die Bürgerinnen und Bürger bestens betreuen zu können. "Krottendorf und Ligist wurden deshalb als wichtig erachtet, um Unternehmern, die sich in der neuen Großstadt ansiedeln möchten, einen Autobahn-Anschluss bieten zu können. Und touristisch gesehen beginnt in Ligist die Schilcherweinstraße", erläutert Pfeifenberger.
Hintergrund für die Aktion, die streng geheim und ohne Männer-Beteiligung über die Bühne ging, dürfte auch der Umstand sein, dass immer weniger Frauen in den betreffenden Gemeinden an vorderster Front agieren dürfen. "In der Region ist keine einzige Frau Bürgermeisterin, in den Gemeindevorständen sinkt der Frauenanteil ebenfalls kontinuierlich."
Die kämpferischen Damen wüssten auch schon, wer die neue weststeirische Stadt leiten soll: Elfriede Pfeifenberger, und zwar überparteilich. "Mich ehrt dieses Vertrauen. Sollte ich gewählt werden, stehe ich gern zur Verfügung", so Pfeifenberger.









