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Zuletzt aktualisiert: 04.02.2012 um 21:16 UhrKommentare

Wo es trotz der eisigen Kälte heiß hergeht

Für die Mitarbeiter der Autofahrerclubs herrscht in Zeiten der Kälte Hochbetrieb. Und auch in der Pfarre Voitsberg melden sich vermehrt "Opfer" der anhaltenden Kälteperiode.

Foto © APA/Sujet

In Osteuropa hat die derzeit herrschende Kälte Todesopfer gefordert. In großen Städten gibt es Engpässe in Notschlafstellen. Und auch wenn die Lage im Bezirk Voitsberg nicht so prekär ist, einige haben aufgrund der Kälte ganz schön viel zu tun.

"Unsere Notschlafstelle ist zwar nicht von größerem Andrang betroffen", sagt der Voitsberger Dechant Erich Linhardt auf Anfrage der Kleinen Zeitung. "Weil es bei uns Gott sei Dank keine Obdachlosen gibt, die unter der Brücke leben." Bedürftige gibt es aber dennoch. "Fragen nach Heizkostenzuschüssen oder anderen Unterstützungen, sowohl bei uns, als auch in der Regionalstelle der Caritas, gibt es fast täglich", meint er.

Mit der Bitte um Hilfe ist auch Harald Gallaun vom Arbö in Köflach derzeit häufig konfrontiert. Keine soziale, sondern Pannenhilfe steht hier am Programm: "Bei uns ist die Hölle los", sagt er. 20 bis 25 Einsätze pro Tag verzeichnete er in den letzten kalten Tagen, an einem gewöhnlichen Tag seien es vier bis fünf. Von sechs Uhr früh bis spätabends sind zwei Personen im Dauereinsatz. Hauptzeiten: In der Früh, wenn die Leute zur Arbeit wollen und abends, wenn sie wieder nach Hause fahren. Da kann es dann schon auch einmal sein, dass man auf die Hilfe eine Dreiviertelstunde warten muss. "Gejammert wird aber nur am Telefon. Wenn wir dann vor Ort sind, sind die Leute eigentlich immer froh und auch sehr höflich", sagt Gallaun.

Was auch Franz Harling, Stützpunktleiter des Öamtc in Bärnbach, bestätigt. Bei dreimal so vielen Einsätzen ist auch ihm derzeit eher heiß als kalt. "Hauptsächlich sind die Batterien der Autos betroffen", sagt er.

Um das Auto gegen die Kälte zu schützen, gäbe es vor allem ein gutes Mittel, sind sich Gallaun und Harling einig. Bei beiden Autofahrerclubs werden Winterchecks angeboten. "Ein Batterietest ist dabei Standard", so Harling, der sich schon vor morgen fürchtet. "Wenn ein Auto täglich in Betrieb genommen wird, ist die Kälte kein großes Problem. Steht es aber ein ganzes Wochenende . . ." Harling plant aufgrund der Wetterprognosen morgen einen früheren Dienstbeginn. "Denn der Montag wird für uns sicher ein starker Tag."

HEIKE KRUSCH

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