Favoriten-Wahl schon im Herbst
Seit rund 22 Jahren züchtet Johann Kollegger in Stallhofen Christbäume. Die meisten seiner Kunden suchen sich bereits im Herbst ihren Favoriten aus.

Foto © AP
Ob groß oder klein, buschig oder zierlich, Tanne oder Fichte, auf dem Anwesen von Christbaumzüchter Johann Kollegger in Stallhofen wird man auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum mit großer Wahrscheinlichkeit fündig. Wie schnell, das kann man allerdings nie wissen, schließlich stehen mehrere hundert Lebendbäume zur Auswahl. "Manche benötigen schon locker einen halben Tag, bis sie sich für einen bestimmten Baum entschieden haben. Bei anderen ist es wie bei der Liebe auf den ersten Blick und sie haben sofort einen Favoriten", weiß Kollegger, der in seiner Christbaumzucht zum Großteil Nordmanntannen und Blaufichten anbietet, aus Erfahrung.
Laut Hans-Jürgen Reinprecht, Kammersekretär der Landwirtschaftskammer Voitsberg, gibt es im Bezirk rund 35 Christbaumzüchter, für die meisten von ihnen ist der Verkauf der Nadelbäume ein Zusatzeinkommen. "Ein Idealist muss man allerdings sein. Mit der Zucht habe ich eigentlich durch Zufall angefangen, das war vor rund 22 Jahren. Damals verkaufte ich noch vorwiegend Silbertannen", erinnert sich Kollegger.
Baumkrankheiten, Schädlinge, Wildverbiss und Frostschäden haben bei dem Stallhofener in den vergangenen zwei Jahrzehnten schon für Sorgenfalten auf der Stirn gesorgt. "Als die Billigbäume aus dem Norden auf dem Markt kamen, war der Druck besonders groß. Aber schlussendlich haben die Leute doch lieber auf heimische Qualität gesetzt", so Kollegger. Die meisten seiner Kunden sind Stammkunden, die bereits im Herbst kommen und sich einen Weihnachtsbaum aussuchen. Ist die Wahl getroffen, wird der Baum mit einem Kärtchen, auf dem der Name des zukünftigen Besitzers steht, versehen. "Der Großteil ist bereits vergeben, aber ein paar schöne Fichten und Tannen stehen noch zur Auswahl", erklärt Kollegger.
Für dieses Wochenende erwartet Kollegger den ersten großen Ansturm. "Das geht dann bis Weihnachten so weiter. Denn dadurch, dass wir die Bäume erst dann schneiden, wenn die Kunden sie abholen, bleiben sie länger frisch", weiß Kollegger. Das Abholen des Christbaums ist für einige schon zum fixen Treffpunkt vor Weihnachten geworden. "Dann erzählt man sich, was im vergangenen Jahr alles passiert ist", freut sich Kollegger schon auf die kommenden Tage.








