Mit Palm Square wird erneut verhandelt
Die Rettungsversuche für die A-Tec sind gescheitert, dennoch verhandelt Treuhänder Matthias Schmidt erneut mit "Palm Square" über den Verkauf der Kraftwerks-Komponenten.

Foto © Kratzer
Nach wie vor völlig in der Luft hängt die Zukunft des Kraftwerkes Voitsberg, das bekanntlich im Eigentum von Mirko Kovats und der A-Tec steht, nach dem Scheitern der angedachten Sanierung des Mischkonzerns. Zuvor war Georg Kürzl vom Verein "Zukunft Voitsberg" bereits optimistisch gewesen, dass "unser Kampf gegen die Wiederinbetriebnahme erfolgreich war", wie Kürzl in einer Aussendung an die Mitglieder schrieb. "Das Kraftwerk wurde an das Finanzunternehmen Palm Square verkauft, das in den Arabischen Emiraten angesiedelt ist und hinter dem laut Insidern Inder stecken", so Kürzl noch im Vorfeld der geplatzten Verhandlungen. Kürzl sieht die momentane Lage dennoch nicht viel schlechter: "Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass es anders ausschaut. Wir tappen eigentlich alle zusammen nach wie vor im Dunkeln, was nach dem Verkauf des Kraftwerkes passieren wird. Egal, wer den Zuschlag bekommt, wir sind auf der Hut und ich denke, dass es mittlerweile bekannt ist, dass jeder, der das Werk in Betrieb nehmen will, mit größtem Widerstand und dadurch hohen Projektkosten zu rechnen hat."
Zudem sei man viel weiter als am Beginn. Als Kovats das Areal vom Verbund kaufte, habe man noch keine Netzwerke gehabt, inzwischen könne man innerhalb von Stunden den "halben Bezirk informieren".
Liegenschaften
Ebenfalls noch sehr aktiv sind Krista Zalar und Karl Jung und ein Kreis von Personen, der sich zu "Aktiv für Voitsberg" zusammengeschlossen hat. Jung hat den Treuhänder Matthias Schmidt kontaktiert und gefragt, ob der Verkauf an Palm Square noch stattfinden könne und was mit dem Gebäude passiere, falls nur die Komponenten demontiert und in Indien wieder aufgebaut werden. "Es werden wieder neue Verhandlungen mit dem Interessenten Palm Square geführt. Es geht um einen Verkauf der Komponenten. Sollte es zu einem Abschluss kommen, würden die Liegenschaften gesondert verwertet", teilte Schmidt in seiner Antwort mit. Wie es mit einem Zeitlimit für die Demontage aussehe, wollte Jung noch wissen. "Abhängig vom Abschlusszeitpunkt wäre in der Folge von einer längeren Dauer für die Demontage auszugehen. Derzeit wird das von Fachleuten geprüft", so Schmidt.Auf Anfrage hielt Schmidt auch gegenüber der Kleinen Zeitung Voitsberg fest, dass er bestätigen könne, dass mit dem Unternehmen Palm Square verhandelt werde. "Ergebnisse liegen aber noch keine vor", so der Treuhänder zum aktuellen Stand.








