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Zuletzt aktualisiert: 10.09.2011 um 20:18 UhrKommentare

In den Wald mit Pfeil und Bogen

Bernd Fauland hat den "Bogenschützenverein Obervoitsberg" gegründet. Auf einem Waldparcours dienen tierische Attrappen als 3D-Zielobjekte.

Bernd Fauland hat seinen 3D-Parcours auf dem ehemaligen GKB-Gelände selbst gestaltet

Foto © FrühwirthBernd Fauland hat seinen 3D-Parcours auf dem ehemaligen GKB-Gelände selbst gestaltet

Ob Wildschwein, Reh, Wolf, Vogel, Ratte oder Tiger, auf all diese Tiere trifft man auf dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers von der GKB in der Stadtgemeinde Voitsberg. Erst bei genauerem Betrachten erkennt man, dass es sich um Imitationen handelt, die ihren lebendigen Artgenossen zum Verwechseln ähnlich sind. Stolzer Besitzer dieser Attrappen, die als Zielobjekte dienen, ist Bernd Fauland, der kürzlich zusammen mit seiner Lebensgefährtin Heide-Marie Reif den Bogenschützenverein Obervoitsberg gegründet hat.

"Wir sind kein klassischer Systemschützenverein, stattdessen schießen wir in einem 3D-Parcours, der mitten im Wald gelegen ist. Dort erwarten uns die unterschiedlichsten Bedingungen bei denen vor allem Körperbeherrschung und Balance gefragt sind", erklärt Fauland. Das Gelände hat Fauland von der Stadtgemeinde zur Verfügung gestellt bekommen. "Die Fläche beträgt rund tausend Quadratmeter. Früher haben wir in der Schießstätte Zangtal trainiert. Dieser Platz ist jetzt natürlich ein Traum, denn es ist sehr schwer als Verein ein Standbein zu finden", so Fauland.

Geschossen wird mit einem so genannten Recurve-Bogen aus Holz. "Der Preis für einen Bogen, der auf jede Person individuell abgestimmt wird, beginnt bei hundert Euro", berichtet Fauland und ergänzt: "Denn je nach Kraft des Schützen muss sich das Holz mehr oder weniger stark biegen." Über weitere Mitglieder würde sich Fauland natürlich freuen. "Für jene, die auf unserem Gelände gerne einmal ausprobieren möchten, ob dieser Sport für sie infrage kommt, stelle ich zwei Einsteigerbögen sowie Arm- und Fingerschutz zur Verfügung", betont Fauland. Kinder dürfen mit einem Minibogenset ihre ersten Schüsse wagen.

"Darüber hinaus möchte ich mit den Kindern aber auch Pfeile und Bögen basteln und ihnen zeigen, wie schön es ist, diese Sportart zu jeder Jahreszeit ausüben zu können", so Fauland, der seit einem Jahr regelmäßig trainiert und Turniere besucht. "In unserem Verein sind alle Altersgruppen willkommen. Über Mithilfe bei der Pflege des Geländes würde ich mich natürlich freuen, ebenso über Sponsoren", erklärt der gebürtige Voitsberger. Nähere Informationen sind unter Tel. 0664/121 79 33 oder www.bogenschuetzen-obervoitsberg.at erhältlich.

CHRISTIANE FRÜHWIRTH

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