Frisch aus dem Garten in den Eisbecher
Die kühle Verführung gelingt ihnen in jedem Sommer problemlos: Höchst einfallsreich sind die Eisproduzenten im Bezirk Voitsberg. Sie reagieren prompt auf Trends und greifen Anregungen auf.

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Als Schlaraffenland für Eisliebhaber kann sich der Bezirk Voitsberg durchaus bezeichnen: Vom hausgemachten bis zum Softeis, von Klassikern wie Schokolade und Erdbeere bis zu ausgefallenen Kreationen reicht die Sortenvielfalt - etwa Mohneis, Whiskeyeis, Zitrone mit Basilikum und Balsamicocreme, Aperol-Sorbet, Birne-Melisse oder Topfen-Orange.
Was bei Eishungrigen der absolute Renner ist, weiß Juliana Ganotz vom Cafe Rößl in Köflach: "Besonders beliebt sind die klassischen Eissorten wie Vanille und Schokolade. Bei den Bechern kommt der Fruchtbecher mit frischem Obst besonders gut an." Heuer wird im neuen Cafe in Köflach Temmel-Eis angeboten.
Frische Früchte spielen nicht nur als Dekoration, sondern vor allem als Zutaten eine wichtige Rolle: "Was draufsteht, ist auch drinnen", könnte das Motto von Beate Rabensteiner von der Konditorei Gensinger in Voitsberg lauten. "Momentan tragen zum Beispiel meine Brombeersträucher sehr viele Früchte - und so wird jeden Tag geerntet und damit frisches Eis zubereitet", verrät die Fachfrau. Bei ihr kann man übrigens auch auf einen Eisbecher vorbeikommen, wenn man Diabetiker ist oder eine Diät macht, denn es stehen immer ein bis zwei zuckerfreie Sorten zur Auswahl.
Um bei Eisliebhabern punkten zu können, muss man ständig den Trends auf der Spur und experimentierfreudig sein sowie Kundenwünsche umsetzen. "Ich tüftle gern herum, deshalb habe ich auf Wunsch einer Freundin ein neues Aperol-Sorbet kreiert", erzählt Roswitha Rothschedl aus Fluttendorf bei Mooskirchen. Wer ihr Bauernhofeis probieren möchte, muss aber auf Zack sein: "Weil ich nur wenig Lagermöglichkeiten habe, sind die aktuellen Eissorten meist nur zwei bis drei Wochen erhältlich."
Wunsch
Sogar Unmögliches wird in der Konditorei "faMoos" in Mooskirchen möglich gemacht: Eine Mutter mit drei Kindern, eines davon hat eine Lactoseallergie, kommt regelmäßig in die Konditorei. Um alle drei Kinder gleichermaßen eis-glücklich zu machen, wurde ein wenig Platz in der Gefriertruhe geschaffen. "Die Mutter hat uns zu Saisonbeginn Wassereis vorbeigebracht, damit wir bei einem Besuch der Familie allen das Gewünschte anbieten können", schildert Harald Weber ein ganz besonderes Service.
In Mooskirchen wird sich ab dem nächsten Jahr einiges ändern: "Es wird umgebaut, wir wollen einen neuen Eisproduktionsraum einrichten, um noch mehr Sorten anbieten zu können. Wir suchen auch noch gewerbliche Abnehmer wie kleine Konditoreien oder Gasthöfe, die wir künftig mit unserem hausgemachten Eis beliefern können", erklärt Weber.
Wer lieber zu Hause Eis schleckt, aber dennoch nicht auf die Qualität seiner Stammkonditorei verzichten möchte, wird ebenfalls zufriedengestellt: "Wir haben spezielle Boxen, damit Kunden unser Softeis transportiert können", berichtet Renate Wörgötter vom Cafe Wörgötter in Ligist.







