Traumpartner schon gefunden
Zwei Schwestern fielen bei einer Hochzeit wegen ihres Bewegungsgefühls auf: Sie waren noch Volksschülerinnen, als ihr Tanztalent zum Vorschein kam.
Entdeckt wurden die Geschwister Julia und Ilena Steinkellner aus Voitsberg von "Dancing Star" Barbara Koitz. Es war bei einer Hochzeit, als die beiden Schwestern, damals zehn und acht Jahre alt, sich auf dem Tanzboden vergnügten und Babsi Koitz durch ihr Rhythmus- und Bewegungsgefühl ins Auge fielen. "Die beiden Mädchen gehören unbedingt zu einem Tanzsportverein", war der Rat der Profitänzerin an die Eltern Petra und Hubert Steinkellner.
Seit vier Jahren sind Julia und Ilena aktiv im "Tanzsportclub Burghof Voitsberg". Sie haben unter den Fittichen von Präsident Franz Raudner sowie Babsi Koitz, Werner Scharpf, Michael Baumann, Markus Isopp und Sabrina Pfeifer fleißig trainiert.
Relativ bald nahmen die Schwestern an Turnieren in der Klasse Breitensport teil. Denn in dieser Kategorie dürfen auch Mädchen gemeinsam tanzen. So waren die ersten Turniererfahrungen möglich. Als Ilena 2009 ihren Traumpartner, den damals achtjährigen Raphael Resch kennenlernte, ging es mit beiden die Erfolgsleiter rasch hinauf. Schon bei den ersten Turnieren tanzten sie sich ins Finale, Stockerlplätze folgten in Serie.
Schilehrer
Die ältere Schwester Julia stand, nachdem Ilena ihren Raphael als Partner gefunden hatte, plötzlich solo da und hat schließlich mit dem 21-jährigen Florian Schiffer ihren idealen Partner gefunden. Der Student arbeitet nebenbei als Schilehrer, um sich das Tanzen finanzieren zu können. Die beiden sind ebenfalls Spitzentänzer, die Bronzemedaille bei den Österreichischen Meisterschaften "Latein" - immerhin waren 19 Paare am Start - war der bisher größte Erfolg.
"Für uns als Eltern haben die sportlichen Ambitionen unserer Kinder absoluten Vorrang", bekennen Petra und Hubert Steinkellner. Letzterer ist Schwimmsportfreunden sicherlich noch als Spitzensportler bekannt. Die Unterstützung beschränkt sich nicht nur auf das Ideelle, finanziell müssen die Elternpaare tief in die Tasche greifen. Training, Nächtigungen, Start- und Eintrittsgelder summieren sich. "Auch die Turnierkleidung hat ihren Preis, obwohl die Mädchen ihre Kleider selbst entwerfen und das Nähen von Oma und Großtante übernommen wird", erklärt Petra Steinkellner. Sponsoren sind daher willkommen. "Wir haben riesigen Spaß am Tanz, an der Bewegung", freut sich das Quartett.








