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Zuletzt aktualisiert: 02.04.2011 um 20:18 UhrKommentare

Ein Meer aus weißen Blüten

In der Gemeinde Gallmannsegg befindet sich die größte Blumenwiese des Bezirks Voitsberg: Bis Mitte April blüht dort die Frühlingsknotenblume.

Leider landet immer wieder Müll im Wald

Foto © PrivatLeider landet immer wieder Müll im Wald

Wie in eine Märchenlandschaft versetzt fühlt man sich, wenn man in Gallmannsegg am Fuße der Burgruine Hauenstein durch den Wald der Österreichischen Bundesforste spaziert. Entlang des Ufers der Kainach blühen dort nämlich Abertausende Frühlingsknotenblumen, die den Waldboden in ein Meer aus weißen Blüten verwandeln.

"Diese Blumenwiese ist mit Abstand die größte und wahrscheinlich auch schönste im Bezirk Voitsberg", schwärmt der gebürtige Kainacher August Neukam, der diesen Ort der Ruhe im Frühling besonders mag. Die ersten Frühlingsknotenblumen tauchen auf Höhe des Kainacher Ursprungs auf, insgesamt erstreckt sich der Blütenteppich auf einer Länge von einem Kilometer. Bei den ersten warmen Sonnenstrahlen im Jahr, wenn der Schnee den Pflanzen Platz macht, sprießen die weißen Blumen aus dem Boden. "Das passiert meistens Mitte März, wer die schöne Wiese noch bewundern möchte, der muss sich also beeilen, denn sie wird nur noch rund zwei Wochen zu sehen sein", weiß Neukam, der auch gerne sein Enkerl Niklas dorthin mitnimmt. "Die Blumenwiese ist sicher einen Ausflug wert, wer möchte, kann dann auch noch die Burgruine Hauenstein besichtigen", so Neukam, der hofft, dass nicht zu viele Pflanzen ausgerissen werden. "Schließlich sollen die Blumen erhalten bleiben, aber bisher gibt es noch keine Probleme", erklärt Neukam und ergänzt: "Darüber hinaus findet man hier den Petergstamm, den Almrausch, den Enzian, das Kohlröserl oder das Knabenkraut. Auch die Jagdberechtigten passen auf, dass die Natur geschützt bleibt."

Im Rahmen der jährlichen Landschaftsreinigung versucht Neukam Volksschüler für den Naturschutz zu sensibilisieren. "Diese Aktion wird in Kooperation mit der Gemeinde organisiert. Bürgermeister Viktor Schriebl spendiert den fleißigen Mädchen und Buben nach getaner Arbeit eine stärkende Jause", berichtet Neukam, der sich immer wieder über unachtsam weggeworfenen Müll ärgert. "So haben wir zum Beispiel schon Fernseher, Computer, Koffer, Flaschen und Eisen in der Kainach gefunden", erinnert sich Neukam, der am 14. April mit den Volksschülern wieder die Wiesen und Bäche der Gemeinden Gallmannsegg und Kainach unter die Lupe nehmen wird.

CHRISTIANE FRÜHWIRTH

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