Museum im ehemaligen Wohnturm
Sie gehört einem Verein: Seit 22 Jahren wird an und in der Burgruine Krems gearbeitet, um möglichst gut zeigen zu können, wie die Anlage einst ausgesehen hat.

Foto © PribatDie Burgruine Krems
Dem Obmann des Vereins "Licht im Leben", Alois Volgger, liegt die Burgruine Krems am Herzen: Er setzt sich dafür ein, dass das alte Gemäuer nicht verfällt, sondern so bearbeitet wird, dass man nachempfinden kann, was sich dort einst abgespielt hat und sieht, welche Bedeutung die Anlage hatte. Deshalb jubelt der Obmann auch nach 22 Jahren Arbeit an der Ruine immer noch, wenn sich auf der Burg etwas tut. Der erste Grund für Volgger, sich derzeit zu freuen, ist die Tatsache, dass bald ein Museum eingerichtet wird: "Es befindet sich im ehemaligen Wohnturm und ist rund 18 Quadratmeter groß. Dort soll dokumentiert werden, wie sich das Gebäude in 22 Jahren verändert hat, was alles getan worden ist", so der Obmann, der rückblickend meint: "Es war wirklich katastrophal, wie die Ruine einst ausgesehen hat."
Eigentümer
Mehrmalige Besitzerwechsel - auch Erzherzog Johann zählte zu den Eigentümern - hatten der Anlage nicht gutgetan. Außerdem waren mehrmals Langfinger am Werk gewesen. "Vor 27 oder 28 Jahren fiel einem Nachbarn auf, dass einer der Römersteine, die sich in der Ruine befanden, schon zum Abtransport bereitgestellt war", erinnert sich Volgger. Gendarmerie und Gemeinde wurden verständigt, es blieb beim versuchten Diebstahl, denn der Stein konnte noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Er wurde einige Zeit im Foyer des Voitsberger Rathauses ausgestellt und dann zum Bauhof gebracht, wo er "Unterschlupf" fand. "Wir haben dann an die Gemeinde ein Ansuchen gestellt, damit wir ihn zurückbekommen", so Volgger, der vor einigen Wochen für sein Engagement mit dem Volkskulturpreis ausgezeichnet worden ist.
"Der rund einen Meter hohe und einen Meter breite Stein, auf dem zwei Eulen zu sehen sind, ist wieder in der Ruine und wird im einstigen Wehrgang zwischengelagert, ehe wir ihn an passender Stelle aufstellen." Das ist für Volgger der zweite Grund, sich zu freuen. Denn die Römersteine stammen von einem einstigen Friedhof.
In ein paar Wochen, wenn die Temperaturen es zulassen, beginnen übrigens die weiteren Arbeiten in der Burg.








