Silvesterraketen nicht ins Blaue schießen
Der Start in das neue Jahr wird auch im Bezirk Voitsberg in der Regel mit vielen Feuerwerkskörpern gefeiert. Eine sichere Handhabung ist dabei allerdings oberstes Gebot.

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Heute wird das lauteste Fest des Jahres gefeiert, denn unzählige Raketen und Böller werden wieder in die Luft gejagt. Für die meisten Menschen ein Zeichen der Freude, für viele jedoch ein Ärgernis. Besonders Tiere leiden unter der für sie unverständlichen Knallerei.
Während man im Siedlungsgebiet noch die Möglichkeit hat, seine Haustiere bereits am Nachmittag des Silvestertages in Sicherheit zu bringen - sprich: einzusperren - sind die Lebewesen in der freien Natur hilflos dem Lärm ausgeliefert. "Leider hat es sich in den vergangenen Jahren eingebürgert, dass auch auf Almhütten und bei Wochenendhäusern Raketen und Böller abgeschossen werden", stellt Bezirksjägermeister Matthias Zitzenbacher mit Bedauern fest. Was speziell für Rehe, Hirsche und Gämsen fatale Folgen haben kann. "Der Winter setzt unseren Waldbewohnern an sich schon zu, dazu kommt die Ruhestörung durch unbedachte Wanderer und Tourengeher. Die Silvesterraketen mit ihrem Knall und ihrem hellen Schein verunsichern die Wildtiere noch zusätzlich", so der Bezirksjägermeister.
Auch Engelbert Huber, stellvertretender Bezirksfeuerwehrkommandant, kennt die Probleme, die mit dem Abschießen von Raketen verbunden sein können. "Prinzipiell ist die Verwendung von Feuerwerkskörpern im Ortsgebiet bis auf wenige Ausnahmen verboten. Es kann jedoch seitens der Gemeinde durch den Bürgermeister eine Verordnung erlassen werden, wonach bestimmte Teile des Ortsgebiets von diesem Verbot ausgenommen sind", weiß Huber, dessen Erfahrung allerdings zeigt, dass gerade zu Silvester eigentlich niemand um diese Erlaubnis ansucht.
"Und bei der Menge von Raketen kann man das eigentlich auch nicht kontrollieren", erklärt Huber und ergänzt: "Man kann den Leuten nur raten, dass sie beobachten, wohin die Rakete fliegt. Denn durch herabfallende Teile geraten Dächer, Balkone, Bäume oder Hecken schnell in Brand." Die Feuerwehren sind am heutigen Abend jedenfalls in erhöhter Alarmbereitschaft.









