Patronin wird noch immer verehrt
Obwohl der Kohlebergbau in der Region längst keine Rolle mehr spielt, wird die Tradition immer noch hochgehalten: In fünf Gemeinden finden Feiern zu Ehren der heiligen Barbara statt.
Der Bergbau ist in der Weststeiermark Geschichte, gehört der Vergangenheit an. Dieser Wirtschaftszweig, der den Bezirk Voitsberg wie kein anderer geprägt hat, ist bekanntlich vor Jahren endgültig eingestellt worden.
Die weststeirische Kohle und der Fleiß der Kumpel haben allerdings wesentlich zum Wiederaufbau Österreichs nach den beiden Weltkriegen beigetragen. Und immerhin fanden bis zu 6500 Menschen in der Region noch vor wenigen Jahrzehnten Arbeit im Bergbau. Seinerzeit ging es um den 4. Dezember, dem Namenstag der heiligen Barbara, der Patronin der Bergleute, hoch her. Böllerschüsse kündigten in den einzelnen Revieren den Beginn der Feierlichkeiten an, jeder Betrieb, jede Zeche feierte die Schutzpatronin.
Mit dem langsamen Ende des Kohleabbaus wurde es auch um den 4. Dezember stiller, ehe sich Traditionsverbände wie der Knappschaftsverein und die Bergkapellen dieses Brauches wieder annahmen.
In Bärnbach halten die Mitglieder der Bergkapelle Oberdorf-Bärnbach die Tradition seit dem Jahr 2004, dem Ende des Kohleabbaues, aufrecht. Gemeinsam mit einem Personenkomitee, dem Bärnbacher aus verschiedenen Bevölkerungsschichten angehören, richtet Musikvereinsobmann Jürgen Holler die Barbarafeier aus.
Höller ist sich mit den anderen Verantwortlichen der Traditionsverbände und Barbarafeiern einig, dass nicht nur die ehemaligen Knappen, sondern auch die Bevölkerung der gesamten Region zu den Feierlichkeiten eingeladen werden soll. Denn, so der Musikvereinsobmann, "es gibt doch kaum eine Familie im Bezirk Voitsberg, aus der nicht irgendjemand im Bergbau gearbeitet hat."








