Gefahr durch Wildwechsel
Im Bezirk Voitsberg warnt die Jägerschaft vor Wildwechsel in der Dämmerung. Jährlich werden im Straßenverkehr mehr als 200 Rehe getötet.
Im Bezirk Voitsberg ist die Straße, zumindest was das "erlegte" Wild betrifft, das größte "Revier". Rund ein Drittel aller erlegten Tiere fällt dem Straßenverkehr zum Opfer. Wildunfälle fordern nicht nur hohe Sachschäden, sondern gefährden auch die Fahrzeuglenker.
"Durch die im Herbst herrschenden Witterungsverhältnisse wie Nebel, nasse Fahrbahn und frühzeitige Dunkelheit sollten wir unserem ,Verkehrspartner' Wild noch mehr Aufmerksamkeit schenken", ruft Bezirksjägermeister Matthias Zitzenbacher auf. Rot- und Rehwild sind dämmerungsaktiv. Die Zeit des Wildwechsels, auch über stark befahrene Verkehrswege, fällt vorwiegend in die Morgen- und Abenddämmerung.
Die Jägerschaft führt seit Jahrzehnten Aufzeichnungen über Wildunfälle im Straßenverkehr durch. An besonders unfallträchtigen Stellen wurden daher Absicherungen durch Duftzäune oder Warnreflektoren errichtet. "Allein im Jagdbezirk Voitsberg werden jährlich mehr als 220 Stück Rehwild und rund 100 Stück Hasen auf der Straße getötet", entnimmt Zitzenbacher der Statistik.
Zitzenbacher appelliert daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer: "Wo das Warnschild Wildwechsel steht, sollte man das Tempo reduzieren und die Straßenränder besonders gut beobachten." Wenn ein Reh auf die Straße springt, sollte man das Tier anblenden, hupen und vom Gas gehen. Außerdem wechselt das Wild nur selten einzeln über die Fahrbahn.
Kommt es zu einem Unfall, so besteht Meldepflicht bei der Exekutive. Nur bei unverzüglicher Meldung kann der zuständige Jäger das verwundete Wild von seinem Leid erlösen. "Das Mitnehmen von getöteten oder verletzten Tieren, sei es auch nur zum Tierarzt, ist strafbar", warnt der Bezirksjägermeister.







