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Zuletzt aktualisiert: 13.10.2010 um 23:55 UhrKommentare

Kraftwerk Voitsberg: "Jetzt geht's richtig los"

Gutes Gesprächsklima für Kraftwerksgegner im Büro von Minister Berlakovich. Experten konnten aber nicht weiterhelfen.

Die Menschen werden für dumm verkauft", sagt Vizebürgermeister Walter Gaich im Zusammenhang mit dem Kraftwerk

Foto © Andrea KratzerDie Menschen werden für dumm verkauft", sagt Vizebürgermeister Walter Gaich im Zusammenhang mit dem Kraftwerk

Kürzlich hatten wir einen Gesprächstermin bei Mitarbeitern im Büro von Umweltminister Nikolaus Berlakovich", berichtet der Voitsberger Vizebürgermeister Walter Gaich (ÖVP).

Gemeinsam mit Krista Zalar, die auch gegen die Entscheidung des Umweltsenates berufen hat, mit Georg Kürzl von "Zukunft Voitsberg" und Susanne Unger von "Frauenappell" wurden die Probleme, die sich aus einer Wiederinbetriebnahme des Voitsberger Kraftwerkes ergeben könnten, erörtert. "Wir hatten zwar ein Super-Gesprächsklima, aber die Experten konnten uns in keinem Punkt weiterhelfen", bedauert Gaich. Man habe empfohlen, einen Termin mit Minister Reinhold Mitterlehner auszumachen. "Das werden wir auch tun. Unabhängig davon setzen wir noch auf die EU. In Brüssel sind zwei Beschwerden anhängig, eine von den Grünen und eine von Vereinen und Privatpersonen. Konkrete Antworten sind noch ausständig", so Gaich.

"Unser Kampf wird jetzt härter werden, jetzt geht es erst richtig los", zeigen sich Gaich und seine Mitstreiter angriffslustig. Politiker, die sich für das Kraftwerk aussprechen, seien gegen die Gesundheit der Menschen. Zudem sei es ein Witz, wenn von der A-Tec behauptet werde, dass Kraftwerk und Tourismus vereinbar seien. "Nicht mit einem Schornstein, wo es oben hinausraucht. Die Menschen werden für dumm verkauft. Vor der Landtagswahl war von 500 Arbeitsplätzen die Rede, dann sind es wieder 200. Bei unserem Termin mit Geschäftsführer Alfred Weinberger waren es 50 bis 80", zeigt Vizebürgermeister Gaich Diskrepanzen auf.

Zudem sei die geplante Kohlendioxid-Abscheidung derzeit in Österreich noch gar nicht erlaubt.

ANDREA KRATZER

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