Klassische Urlaubsgrüße für jedes Alter
Ansichtskarten scheinen nicht aus der Mode zu kommen: Sowohl Kinder als auch Jugendliche und ältere Schreiber verschicken sie.
Man könnte annehmen, dass Short Messages oder E-Mails die gute alte Ansichtskarte schon lang gnadenlos ersetzt haben. Irrtum: Die postalischen Grüße halten sich hartnäckig.
Kinder, die zum Beispiel in Voitsberg ihre Ferien verbringen, schicken ihren Eltern und Freunden Ansichtskarten. "Sie sind schöner als eine SMS", meint ein Jugendlicher, der seiner Mutter aus dem Urlaub geschrieben hat. "Und billiger sind sie auch", fügt er hinzu.
Wobei man in Voitsberg unter 16 Motiven wählen kann. Dabei wird sogar auf die Jahreszeiten Rücksicht genommen: Entweder verschickt man das Arik Brauer-Rathaus im Sommer oder das Advent-Dorf, das Franz Weiß geschaffen hat, im Winter. Außerdem kann man sich zwischen klassischen und modernen Grüßen entscheiden: Auf sechs Karten ist nämlich deutlich die Handschrift des Künstlers Fritz Kloiber erkennbar. "Am liebsten wäre aber manchen Kunden, sie würden auf der Karte mit dem Rathaus auch noch eine Herde Lipizzaner sehen", meint der Trafikant Andreas Brandstätter zu den Vorlieben der Schreiber. Immerhin sind die weißen Pferde als Motive für Nachrichten aus dem Urlaub gefragt. Rund 25 verschiedene Karten sind im Shop in Piber zu haben. Bilder von Fohlen oder Herde beweisen Daheimgebliebenen, dass man im Gestüt zu Besuch war. "Vor allem Senioren nehmen Ansichtskarten als Souvenirs mit", erklärt Waltraud Kern.
In der Köflacher Buchhandlung Zeltner finden sich hingegen gern Thermengäste ein: "Sie wollen anscheinend ihren Verwandten und Bekannten zu Hause die Therme zeigen", so eine Mitarbeiterin. Sammler würden sich hingegen eher für Stadtansichten entscheiden.







