Kraftwerk Voitsberg: Bürgerinitiative fordert Abriss
Offene Briefe an SPÖ und ÖVP: Die Bürgerinitiative "Aktion Zukunft Bezirk Voitsberg" will Parteibeschlüsse gegen die Inbetriebnahme un den baldigen Abriss des umstrittenen Kraftwerks erwirken.
Die Bürgerinitiative "Aktion Zukunft Bezirk Voitsberg" hat offene Briefe an die Landesparteichefs von SPÖ und ÖVP, LH Franz Voves und LHStV. Hermann Schützenhöfer, gerichtet, in denen sie zu einem Parteivorstandsbeschluss gegen die Neuinbetriebnahme des Kraftwerks Voitsberg aufgefordert werden. Dies deshalb, damit der Beschluss "auch nach den Landtagswahlen am 26. September noch Gültigkeit hat". Mitte September wolle man die bisher "über 12.000 Unterstützer" der Initiative und die Bevölkerung über die Antwort der Landesregierungsspitzen informieren.
"Keine Freude"
Man wisse von Aussagen beider Landespolitiker, dass sie persönlich "keine Freude" mit diesem Kraftwerk haben. Dennoch wolle man diese Aussagen nicht nur an handelnden Personen manifestiert wissen, denn vielleicht seien einzelne Politiker nach der Wahl ja nicht mehr im Amt. Die Einsprüche gegen die Ablehnung einer UVP für das Kraftwerk in Voitsberg seien Mitte Juli in zweiter Instanz vom Bundesumweltsenat "vom Tisch gewischt" worden, man habe den Glauben und das Vertrauen darin verloren, dass "unsere Gesetze dazu da sind, um die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen".
Es sei verantwortungslos, in einem Feinstaub- und Umweltsanierungsgebiet mit jahrzehntelangen Emissionen und einer der höchsten Krebsraten in Österreich und belastetem Grund und Boden, ein großes Kohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen. Es sei auch zu wenig, wenn einzelne in den Partei gegen das Projekt seien, man wolle eine bindende Erklärung des höchsten Landesgremiums der jeweiligen Partei. Dieser soll eine klare Erklärung gegen die Wiederinbetriebnahme und für ein baldiges Abtragen des Kraftwerks beinhalten.
A-Tec-Projekt
Bei dem Projekt der A-Tec des Industriellen Mirko Kovats geht es um die Wiederinbetriebnahme des 2006 stillgelegten Verbund-Kraftwerks Voitsberg III, das von Braun- auf Steinkohle umgerüstet werden soll. Seitens der A-Tec beruft man sich auf eine gültige Betriebsbewilligung, weshalb man ohne UVP auskomme.








