Voitsberg III: Wegscheider will weiter dagegen kämpfen
Der steirischer Umweltlandesrat Wegscheider (S) und die Grünen wollen weiter gegen Wiederinbetriebnahme des Kohlekraftwerks Voitsberg III ankämpfen.

Foto © KratzerDas Kraftwerk Voitsberg dampft noch länger nicht. Nun starten die Verfahren zur Umrüstung neu durch
Der Bundesumweltsenat hat sich am Dienstag gegen eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Wiederinbetriebnahme des Kohlekraftwerks Voitsberg III entschieden und somit den Entscheid der UVP-Behörde vom Dezember 2009 bestätigt. Der steirische Umweltlandesrat Manfred Wegscheider (S) will sich trotzdem weiterhin gegen den neuerlichen Betrieb derartiger "Dinosaurier" einsetzen. Die Grünen hoffen auf Erfolg mit einer eingereichten EU-Beschwerde.
Wegscheider nimmt die Entscheidung des Senats zwar zur Kenntnis, will aber die Wiederinbetriebnahme verhindern, da die Zukunft der erneuerbaren Energie gehöre. Auch Ingrid Lechner-Sonnek, Landtagsklubobfrau der Grünen, meinte in Richtung Investor Mirko Kovats, "sich nicht zu früh zu freuen: Die EU wird diesem Treiben nicht zusehen." Die Grünen seien überzeugt, dass das "UVP-Gesetz gegen EU-Recht verstößt und nicht ordentlich umgesetzt wurde", weil das Gesetz auf Leistung abstelle und nicht auf andere Einflussfaktoren wie zum Beispiel die geplante Verdoppelung der Betriebszahlstunden.
Projekt der A-Tec
Bei dem Projekt der A-Tec des Industriellen Mirko Kovats geht es um die Wiederinbetriebnahme des 2006 stillgelegten Verbund-Kraftwerks Voitsberg III, das von Braun- auf Steinkohle umgerüstet werden soll. Der Konsenswerber beruft sich auf eine gültige Betriebsbewilligung und will ohne UVP auskommen.








