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Zuletzt aktualisiert: 01.07.2010 um 21:03 UhrKommentare

Mit Cancellaras "Waffen" gegen die Uhr

Beim Ironman-Austria werfen sich mit Hans Muralter und Gerd Hösele zwei heiße Eisen aus weststeirischer Sicht in die Fluten des Wörthersees.

Die Triathlonszene fiebert dem Saisonhöhepunkt, dem Ironman-Austria in Klagenfurt, entgegen. Die letzten Tage nützen die "Eisernen" nicht nur um den letzten Feinschliff vorzunehmen, sondern auch um das teilweise teure (Rad-)Material in Topform zu bringen. Einige Spezialhändler schuften deswegen beinahe rund um die Uhr.

Gerd Hösele, vom IGN-Tri-Team-Voitsberg, vertraut auf die Künste von Hannes Fuchs aus Kalsdorf, der sich mittlerweile als Triathlon-Materialexperte einen Namen gemacht hat. "Für Gerd habe ich eine Geheimwaffe organisiert", sagt Fuchs schmunzelnd, während er an der Rennmaschine schraubt. Die "Geheimwaffe" heißt Zipp 1080 und kostet für den Otto-Normalverbraucher weit über 2000 Euro. Die 108 Millimeter hohe Karbonfelge soll Hösele zu einem schnellen Radsplit in Klagenfurt verhelfen. Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara verwendete dasselbe Laufrad bei unzähligen Siegen im Kampf gegen die Uhr.

"Vielleicht fahre ich mit den Laufrädern auch so schnell wie Cancellara", grinst Hösele. Der 41-Jährige will in Klagenfurt seine persönliche Ironman-Bestzeit von Podersdorf (9:07 Stunden) knacken. Allerdings blickt Hösele der Tortur (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42, 2 km Laufen) entspannt entgegen, denn das Hawaii-Ticket löste er bereits auf Lanzarote.

Für Hans Muralter ist Hawaii in dieser Saison hingegen kein Thema. Der Köflacher fühlt sich in ausgezeichneter Form und plant in Klagenfurt "nur" einen Angriff auf die eigene Bestmarke. Muralter schaffte am Wörthersee bereits eine Zeit knapp unter neun Stunden (8:59 Stunden). Auf das Material legt er keinen allzu großen Wert.

"Mein Rad hat vor einigen Jahren 3500 Euro gekostet. Aber treten muss man auch bei einem 10.000-Euro-Rad", erklärt Muralter, der sich vor allem beim Schwimmen stark verbessert präsentieren möchte. Spätestens nach 58 Minuten will Muralter dieses Mal aus dem Wörthersee steigen.

JÜRGEN PAURITSCH

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