Wenn die Waschmaschine kaputt geht
Welche Probleme an die KPÖ herangetragen werden und wie man diese lösen könne.
Eine Freundin von mir aus dem Bezirk fand einen Job als gelernte Operationsgehilfin in Graz. Sie war vier Stunden angemeldet, musste aber sieben Stunden arbeiten. Als sie zwei tage Pflegeurlaub für ihr krankes Kinde brauchte, wurde sie einfach entlassen", schildert die Köflacherin Elke Marchand von der KPÖ ein Beispiel, warum sich ihre Fraktion derzeit vor allem mit Problemen aus der Arbeitswelt auseinandersetzt.
"Unsere Themen kommen aus unseren Erfahrungen in den Sprechstunden. Ich war mit einer Frau konfrontiert, die sich entscheiden musste, ob sie sich eine Lymphdrainage zur Linderung ihrer Schmerzen leistet, weil sie Brustkrebs hat, oder sich etwas zum Essen kauft. In einem so reichen Land ist das eine Schande", prangert die Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler bei einem Pressegespräch in Voitberg an. Deshalb setze sich die KPÖ für Arbeit für alle zu fairen Bedingungen ein. "Wir fordern, dass ein gesetzlicher Mindestlohn, der nicht weniger als zehn Euro pro Stunde betragen darf, ein. Die öffentliche Hand muss verstärkt Arbeitsplätze schaffen." Diese Maßnahme könne über eine höhere Besteuerung von Vermögen finanziert werden. "Österreich ist ein Steuerparadies für Reiche." Die Steiermark-Holding, die Franz Voves versprochen habe, hätte er mit der KPÖ umsetzen können.
Die KPÖ trete für eine bedarfsorientierte Mindestsicherung ein, dem derzeitigen Entwurf könne man nicht zustimmen. "Sozialhilfeempfänger sind großteils nicht Arbeitslose, sondern Leute, die zwei, drei Jobs aber zu wenig verdienen. Im Normalfall funktioniert es irgendwie. Aber wenn eine Waschmaschine kaputt geht, oder zwei Kinder auf Schikurs fahren sollen, geht es sich nicht mehr aus", so die beiden Vertreterinnen der KPÖ. Derartige Probleme seien derzeit im Bezirk Voitsberg bei den Sprechstunden an der Tagesordnung. Häufig seien auch gut ausgebildete Frauen betroffen.








