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Zuletzt aktualisiert: 08.05.2010 um 20:30 UhrKommentare

"Unsere Natur gehört noch mehr geschützt"

Im Bezirk Voitsberg häufen sich die Fälle, dass Müll, Grünschnitt und Bauschutt über das Bachufer entsorgt werden. Die Berg- und Naturwacht geht gegen diese Vergehen äußerst streng vor.

Bei einer Kontrollfahrt mit Engelbert Aspeck, Gewässerkoordinator des Bezirks Voitsberg von der Berg- und Naturwacht, kommen einige Schandflecke zum Vorschein. "Leider nehmen es nicht alle Leute so genau und entsorgen zum Beispiel ihren Bauschutt oder Grünschnitt über das Bachufer", ärgert sich Aspeck.

Im Vergleich zu anderen Fällen scheint das noch harmlos zu sein. "Entlang des Tregistbachs hat jemand meterhoch Holz gelagert und eine Betonmauer errichtet, die behördlich nicht genehmigt ist", weiß Aspeck. Bei Hochwasser kann aber genau dieses Holz zur Gefahr werden. "Dann wird es mitgerissen und es kommt zu Verklausungen wie bei der Hochwasserkatastrophe im vergangenen August", warnt Aspeck und ergänzt: "Manchmal würde ich mir wünschen, dass die Behörde rascher reagiert, denn teilweise herrscht Gefahr in Verzug." In Bärnbach ermahnt Aspeck den Besitzer eines Einfamilienhauses, der Gras und Erde im Uferbereich entsorgt hat. "Beim ersten Mal gibt es noch eine Verwarnung, wird der Abfall nicht binnen zweier Tage beseitigt, muss ich bei der Bezirkshauptmannschaft Anzeige erstatten. In den vergangenen Jahren haben sich die Fälle gehäuft. "Leider haben wir immer wieder ein paar Unbelehrbare. Manche werden sogar richtig aggressiv", spricht Aspeck aus Erfahrung. Dann nimmt Aspeck lieber einen Kollegen mit. "Teilweise werden wir bedroht und beschimpft. Wir müssen immer höflich bleiben und dennoch konsequent vermitteln, was wir wollen", so Aspeck, zu dessen Ausrüstung natürlich auch Gummistiefel gehören. "Die braucht man als Gewässerkoordinator fast immer", lacht Aspeck.

In Krems bei Voitsberg wird die nächste Anzeige erstattet, dort wurde Bauschutt, der das Bachufer hinunter geleert wurde, trotz Mahnung noch immer nicht entfernt. "Da muss man durchgreifen, unsere Natur gehört noch mehr geschützt", betont Aspeck. Was die Wasserqualität betrifft, liegt der Bezirk Voitsberg im Durchschnitt. Damit das auch so bleibt, organisieren die Berg- und Naturwächter regelmäßig Uferreinigungen mit Schülern.

Zuletzt halfen Kinder der Volksschule Afling und der Neuen Mittelschule Bärnbach mit. "Wir möchten den Mädchen und Burschen früh genug vermitteln, wie wichtig eine saubere Umwelt ist", erklärt Franz Groß, Ortseinsatzleiter in Bärnbach. Beteiligt an der Aktion waren die Freiwillige Feuerwehr Afling, der Musikverein, der Kameradschaftsbund, die Arge und der Pfarrgemeinderat von Bärnbach.

CHRISTIANE FRÜHWIRTH

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