Gefahr auf der Landesstraße in Kainach
Die L 341, einst Interessentenweg, darf nicht gesperrt werden. Ihr Zustand ist höchst desolat.
VOITSBERG. Hunderte Kilometer Gemeindestraßen durchziehen den Bezirk Voitsberg. Straßen, deren Untergrund meist nicht so stabil gebaut wurde, wie etwa bei Bundes- oder vielen Landesstraßen. Deshalb werden für diese gemeindeeigenen Verkehrswege in den meisten Kommunen während der Tauwetterperiode Gewichtsbeschränkungen erlassen. Denn Schwertransporte verursachen während der Tauwetterzeit, in denen die Straßen samt Unterbau aufgeweicht sind, gewaltige Schäden.
So wurde auch im Gemeindegebiet von Maria Lankowitz beispielsweise die Straße in Kemetberg Richtung Altes Almhaus mit einer Gewichtsbeschränkung belegt. "Allerdings sprechen wir derartige Verfügungen mit unseren Nachbargemeinden ab", berichtet Bürgermeister Josef Riemer. "Denn würden wir nicht koordinieren, könnten sich die schwereren Fahrzeuge Ausweichrouten suchen."
Ebenfalls eine Beschränkung der Tonnage müssen Kraftfahrer in Gößnitz hinnehmen. "In den höheren Lagen wird diese Verordnung wohl bis Ende April notwendig sein", meint Klement Zwanzger, Bürgermeister des kleinen Bergdorfes.
Auf eine Besonderheit weist Viktor Schriebl, Bürgermeister von Kainach, hin: Dort hat die Verbindungsstraße vom Oswaldgraben nach Graden, die L 341, den Rang einer Landesstraße. "Sie war seinerzeit ein Interessentenweg, dann im Eigentum der Gemeinde, bis sie das Land übernommen hat," so Schriebl. "Der Unterbau ist schwach."
Während, wo notwendig, auf Gemeindestraßen eine Beschränkung verfügt wird, bleibt die Landesstraße für alle Gewichtsklassen offen. Dementsprechend grauenhaft ist ihr Zustand. "Zu keinem noch so entlegenen Hof haben wir eine derart desolate Zufahrt", ärgert sich der Bürgermeister. "Die L 341 wird wohl bald aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müssen." Womit er recht haben dürfte. Denn schon ein PKW-Lenker muss geschickt manövrieren, um nicht mit der Bodenplatte an den Aufwerfungen zu streifen. Für Zweiradfahrer stellen die Frostaufbrüche eine echte Gefährdung dar. "Dabei wurde uns bereits vor sieben Jahren vom damaligen Landesrat Leopold Schöggl eine Sanierung zugesagt", so Schriebl. KARL MAYER








