Nur nicht erschrecken beim Wecken
Tiere: Manche sind schon putzmunter, andere werden langsam wach.
VOITSBERG. Derzeit blühen schon Veilchen an Wegrändern und Himmelschlüssel auf Wiesen: Vor exakt drei Wochen konnte man aber noch Winterlinge aus dem Schnee leuchten sehen - und auch schon Bienen auf Nahrungssuche. Wobei Jürgen Puchas, Naturschutzbund-Obmann im Bezirk Voitsberg, daran erinnert, in Gärten solche Blumen und Sträucher zu pflanzen, die Bienen etwas bringen und nicht nur der Zierde dienen: "Lagen die Temperaturen im Inneren einer Bienentraube während des Winters noch bei 15 bis 20 Grad, erhöht sich diese mit Beginn der Eiablage auf mehr als 30 Grad. Das hat zur Folge, dass der Verbrauch des Bienenvolkes innerhalb weniger Tage stark ansteigt", erklärt Puchas zum Nahrungsbedarf der summenden Honiglieferanten.
Außerdem sind viele Igel schon wach. Sollte das eine oder andere Stacheltier aber noch ein Nickerchen machen, das bis in den April hinein dauert, darf man es nicht abrupt aus dem verlängerten Winterschlaf reißen und durch das Wecken erschrecken: "Die Tiere sind geschwächt, brauchen Wärme", so Puchas.
Wenn's um das Futter geht, ist der Igel nicht heikel: Regenwürmer, Käfer, Schnecken, Tausendfüßler, Asseln, Insekten und Spinnen zählen zu den bevorzugten Speisen. "Auch Aas verschmäht er nicht, mitunter wird gern etwas pflanzliche Kost genommen", so Puchas.
Was den Igel außerdem besonders interessant macht: "Er hat einen ausgezeichneten Geruchssinn und einen Gehörsinn, der bis weit in den Ultraschallbereich geht. Außerdem ist er eines der ältesten Säugetiere und existierte bereits in der Kreidezeit, also noch vor den Mammuts", erklärt Puchas.









