In 14 Gemeinden hat künftig die ÖVP das Sagen
Diesmal werden keine "Königsmacher" gebraucht: Namenslisten sind in keiner Kommune das Zünglein an der Waage.
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In allen Gemeinden des Bezirkes Voitsberg ergaben sich absolute Mehrheiten für jeweils eine Partei. Damit stehen - im Gegensatz zu vorangegangenen Wahlgängen - die jeweiligen Bürgermeister bereits fest. Verhandlungen zur Mehrheitsfindung erübrigen sich.
"Es gab eine Reihe überraschender, aber überaus erfreulicher Ergebnisse", bringt Erwin Dirnberger, Bezirksobmann der ÖVP und Landtagsabgeordneter, den Ausgang der Gemeinderatswahlen auf den Punkt. Ist doch seine Partei mit einem Zuwachs von 6,01 Prozentpunkten beziehungsweise einem Plus von 25 Mandaten eindeutiger Wahlgewinner. Damit liegt sie deutlich über dem Steiermarkschnitt der ÖVP mit einem Plus von 3,4 Prozentpunkten. Lediglich in Södingberg und Geistthal musste man Verluste in Kauf nehmen.
Ebenso klarer Verlierer ist die SPÖ mit einem Minus von 8,90 Prozentpunkten, was den Verlust von 20 Gemeinderatssitzen bedeutet. Zuwächse waren nur in fünf Kommunen zu verzeichnen. In Kohlschwarz konnte SPÖ-Bürgermeister August Bachatz die Stimmen der nicht mehr kandidierenden Namensliste Scherz für sich verbuchen und damit die ÖVP vom ersten Platz verdrängen.
Spitzen
Von der SPÖ werden in den kommenden Jahren elf Gemeinden regiert, nämlich Bärnbach, Geistthal, Graden, Kainach, Kohlschwarz, Maria Lankowitz, Piberegg, Rosental an der Kainach, Södingberg und Voitsberg. Die ÖVP stellt künftig die Gemeindeoberhäupter in 14 Kommunen. Nach der Wahl 2005 waren zwölf Gemeinden in "roter", zwölf in "schwarzer" Hand, eine in "blauer".
Mit starken Stimmengewinnen fix im Sattel sitzen nun ÖVP-Bürgermeister in den ehemaligen "Verhandlungsgemeinden". In Salla ist Siegfried Steurer am Ruder, in Krottendorf-Gaisfeld Johann Feichter.
Total umgedreht wurde Ligist: Die ÖVP nahm der Bürgermeisterpartei SPÖ mehr als 400 Stimmen und vier Mandate ab: Johann Nestler ist nach Franz Windisch und Wolfgang Mauser der nächste Bürgermeister.
Weitere ÖVP-Bürgermeister gibt es in Gallmannsegg, Gößnitz, Hirschegg, Modriach, Mooskirchen, Pack, St. Johann-Köppling, St. Martin am Wöllmißberg, Söding und Stallhofen.
Auffallend, dass die ÖVP in den vier Gemeinden (Edelschrott, Gößnitz, Krottendorf-Gaisfeld, Modriach), wo sie mit einem neuen, erst in der abgelaufenen Legislaturperiode ins Amt gewählten Bürgermeister antrat, Stimmenzwächse einfahren konnte. Die SPÖ, die fünf neue Bürgermeister ins Rennen schickte (Geistthal, Graden, Köflach, Ligist, Piberegg), verlor davon in vier Kommunen, lediglich in Geistthal konnte die SPÖ leichte Stimmengewinne verzeichnen.












