Widerstand gegen das Kraftwerk nimmt zu
In Voitsberg wurde zum Widerstand gegen eine Wiederinbetriebnahme der ÖDK III aufgerufen. Rund tausend Demonstranten versammelten sich vor dem Rathaus.

Foto © Christiane FrühwirthHunderte protestierten gegen die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks
Wir verlangen, dass Mirko Kovats endlich die Karten offen auf den Tisch legt und uns sagt, was er mit der ÖDK III vor hat", riefen die Mitglieder der Bürgerinitiative "Frauenappell" einstimmig. Begleitet von Trillerpfeifen und Trommellärm marschierten sie mit rund tausend weiteren Kraftwerksgegnern mit Atemmasken im Gesicht und schwarzen Luftballons in der Hand Richtung Voitsberger Hauptplatz. Gestartet wurde beim Wiednerparkplatz neben der Josefskirche, die Conrad-von-Hötzendorf-Straße musste für drei Stunden gesperrt werden.
Nach der Demonstration am 1. März in Graz, riefen die Bürgerinitiativen "Zukunft Voitsberg" und "Frauenappell" erneut zum Widerstand gegen eine mögliche Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks - dieses Mal in Voitsberg, wo man Bürgermeister Ernst Meixner zur Rede stellen wollte. "Meixner sagt zwar, er habe Berufung eingereicht, aber das hätte er wahrscheinlich nie getan, wäre der Druck nicht so groß geworden", kritisierte Vizebürgermeister Walter Gaich das Stadtoberhaupt. Die Bevölkerung sehe sich gezwungen, zwischen Arbeitsplätzen und Gesundheit entscheiden zu müssen. Peter Kalcher, Obmann der Wirtschaftskammer in Voitsberg, sieht außerdem in den Arbeitsplätzen wenig Mehrwert für die Region: "Denn wir haben kaum Diplomingenieure, die in der ÖDK tätig sein könnten. Darüber hinaus würde eine Wiederinbetriebnahme unseren Tourismusbetrieben schaden." Weiters befürchten die Gegner einen Wertverlust der Immobilien.
Bürgermeister Meixner, der mit einigen Parteikollegen vor dem Rathaus bereits auf die Demonstranten wartete, versuchte zu beruhigen: "Ich werde nichts tun, das Voitsberg schadet. Das Kraftwerk gehört nicht der Gemeinde und ich entscheide nicht über eine Inbetriebnahme." Mehr Klarheit soll nun der Umweltsenat in Wien bringen, der feststellt, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig ist oder nicht.









