Situation bleibt unsicher
Im Bezirk Voitsberg hat sich im Jänner 2010 bezüglich Arbeitslosigkeit und Stellenzugängen im Vergleich zum Vorjahr nicht viel verändert.

Foto © APA/SujetIm Bezirk Voitsberg sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise weiterhin deutlich zu spüren
Im Bezirk Voitsberg sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise weiterhin deutlich zu spüren. Vordergründig sind Großunternehmen von der schlechten Auftragslage betroffen, aber auch immer mehr kleinere kämpfen ums Überleben.
"Betroffen sind vor allem Zulieferer in der Automobilbranche. Zukunftsprognosen kann man derzeit keine abgeben", erklärt Gottfried Schmidt, Leiter des AMS Voitsberg. Zum Teil haben die Aufträge zwar zugenommen, aber Schmidt bezeichnet die Situation als unsicher. "Es wird noch sehr kurzfristig geplant, weiter als drei Monate im Voraus kann man derzeit keine fixen Angaben machen", betont Schmidt.
Die Gesamtarbeitslosigkeit ist im Jänner 2010 im Vergleich zum Vorjahr verhältnismäßig leicht angestiegen. "Betroffen waren die Frauen, bei den Männern gab es eine leichte Abnahme", weiß Schmidt. Der größte Rückgang ist in den Sparten Gewerbe, Industrie und Handel zu bemerken. "Günstiger als im Vorjahr zeigt sich die Situation hingegen im Baugewerbe. Doch die Schneemengen im Februar werden sich wahrscheinlich ungünstig auf die Auftragslage auswirken", erläutert Schmidt.
Weiters nimmt die Zahl der Arbeitslosen im Haupterwerbsalter zu. "Das ist auf die Krise zurückzuführen", so Schmidt, der in vielen persönlichen Gesprächen versucht, die Betroffenen aufzubauen. "Es gibt auf dem Arbeitsmarkt Chancen. Doch muss man den Schritt in eine komplett neue Branche wagen. So raten wir zum Beispiel zu Umschulungen." Vor allem im Produktionsbereich soll es nicht mehr so viele Stellen geben wie noch vor einigen Jahren. Schmidt sieht unter anderem im Gesundheitswesen und Pflegebereich eine Zukunft.







