Bewusstseinsbildung bei den Kleinsten
Während der Feiertage wird im Bezirk Voitsberg besonders viel Müll entsorgt, darunter auch Lebensmittel. So landen jährlich einige Tonnen biogener Abfall in der Restmüll-Tonne.

Foto © Christiane Frühwirth
Vor allem zu Weihnachten und Silvester drohten einige Müllcontainer im Bezirk Voitsberg überzugehen, sammelt sich an solchen Festtagen doch besonders viel Abfall an. Glas, Plastik, Biomüll und Altpapier werden zum Teil sorgfältig getrennt. Aber leider gibt es auch noch immer schwarze Schafe, die es nicht so genau nehmen. Darüber hinaus landen auch relativ viele Lebensmittel in der Mülltonne. "2008 und 2009 sind wir in allen 25 Gemeinden des Bezirks auf insgesamt 9000 Tonnen Rest- und Sperrmüll gekommen. Der offizielle Oberbegriff dafür ist Siedlungsabfall", erklärt Adi Kern, Regionalbetreuer im Abfallwirtschaftsverbund Voitsberg.
Während der Feiertage hat die Weststeirische Saubermacher GmbH zusätzliche Abfuhrtermine eingeschoben, um der Müllberge Herr zu werden. Was die Entsorgung betrifft, sind im städtischen und ländlichen Bereich Unterschiede zu bemerken. "Im städtischen Bereich wird mehr Biomüll gesammelt, auf dem Land bevorzugt man hingegen die Eigenkompostierung", weiß Kern. So wurden im Bezirk Voitsberg in den vergangenen zwei Jahren rund 7200 Tonnen Bioabfall entsorgt. "Der Anteil biogener Abfäller beträgt immerhin 40 Prozent. Die Trennung des Mülls vor der Verwertung ist besonders wichtig", ergänzt Kern.
Seit 1992 werden Behälter zwecks Trennung aufgestellt. "Vorher ist alles in einem Container gelandet, egal, ob Biomüll, Glas, Plastik oder Papier", erinnert sich Kern. Wie viel Lebensmittel wirklich im Müll landen, kann Kern nicht sagen: "Wir haben keine genauen Zahlen, aber der Anteil an biogenen Abfällen im Restmüll beträgt etwa 20 bis 25 Prozent", so Kern.
Bewusstseinsbildung
Das Problem der nicht ordnungsgemäßen Entsorgung kennt auch Daniel Ramminger, Betriebsleiter der Weststeirischen Saubermacher GmbH: "Vor allem zu Weihnachten werden verstärkt Lebensmittel weggeworfen. Aus eigener Erfahrung kann ich raten, wirklich nur das zu kaufen, was man braucht." Oft werde mehr eingekauft, als man essen kann. "Mit der Bewusstseinsbildung beginnen wir bereits bei den Schulkindern, auch was die Mülltrennung betrifft", argumentiert Ramminger, der auch Abfall- und Umweltberater ist.







