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Zuletzt aktualisiert: 22.12.2009 um 21:32 UhrKommentare

Naturfreunde für ÖDK

Während die Naturfreunde Voitsberg Unterschriften für das Voitsberger Kraftwerk sammeln, distanzieren sich die steirischen Kollegen.

Foto © Reuters/Sujet

Empörung bei Ingrid Lechner-Sonnek von den Grünen über die "Naturfreunde Voitsberg": "Dass die SPÖ das Steinkohlekraftwerk befürwortet, ist bekannt. Dass sich jetzt aber ihre Naturfreunde instrumentalisieren lassen, geht zu weit." Anlass der Aufregung ist eine Unterschriftenaktion, die von den Naturfreunden unter dem Titel "Wir brauchen Arbeit" für die Wiederinbetriebnahme des Voitsberger Kraftwerkes im Umlauf ist.

Weil auf der Liste vermerkt ist, dass Verhinderer abwandern sollen, wettert Lechner-Sonnek: "Welches demokratiepolitische Verständnis haben die so genannten Naturfreunde, wenn Menschen, die nicht ihrer Meinung sind, abwandern sollen? Und wie ernst nehmen sie überhaupt ihren Namen?" Argumentiert werde mit den Arbeitsplätzen: "Dabei müssten die Naturfreunde wissen, dass zur gleichen Zeit eine große Arbeitsgruppe, der Gemeinden und Betriebe der Region angehören, an einer Energievision Lipizzanerheimat arbeitet. Diese wird mehr uns wesentliche krisenfestere Arbeitsplätze als das Unternehmen von Mirko Kovats bringen", so Lechner-Sonnek.

Johann Rauchegger, Ortsgruppenleiter der Naturfreunde Voitsberg, sieht dies anders: "Wir brauchen Arbeit. Wenn 150 Arbeitsplätze entstehen, sind das 150 Familien, die dranhängen. Jeder Arbeitsplatz zählt, auch, wenn es weniger sind", begründet er die Initiative. Aufgelegt wurden die Listen in Geschäften und Gasthäusern. "Es muss doch möglich sein, Natur, Gesundheit und Industrie zu vereinen. Es kann uns nicht egal sein, dass viele Menschen schon jetzt keine Arbeit haben", so die Naturfreunde Voitsberg.

Von dieser Meinung distanzieren sich allerdings die Naturfreunde Steiermark. "Eine in der Weststeiermark kursierende Unterschriftenliste für die Inbetriebnahme des ehemaligen Kohlekraftwerkes der ÖDK hat nicht die Unterstützung der Landesleitung der steirischen Naturfreunde. "Arbeitsplätze werden auch durch Investitionen in eine gesunde Umwelt geschaffen", so Gerhard Rupp.

ANDREA KRATZER

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