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Zuletzt aktualisiert: 26.11.2009 um 18:46 UhrKommentare

Weg von der Einheit im Wald, hin zur Mischung

Das Klima und die Lage müssen optimal sein: Samen für künftige Baumpflanzen werden in so genannten "Erntezonen" gesammelt.

Foto © APA/Sujet

Was für den Laien schlicht und ergreifend ein Wald ist, ist für den Forstfachmann ein Lebensraum mit einer großen Artenvielfalt. Doch auch innerhalb der einzelnen Baumsorten sind Abweichungen zu finden, die vor allem jetzt - bei der Wiederaufforstung nach dem Sturmtief Paula - zu beachten sind. "Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ein Baum in schattigem oder sonnigem Gelände, ob in einer Seehöhe von 500 Metern oder 1500 Metern heranwächst", betont Peter Weißnar, Oberförster bei den Österreichischen Bundesforsten.

Nachdem man vor rund 100 Jahren den natürlich gewachsenen Wald durch Fichten-Monokulturen zu ersetzen begann, ist es in der Forstwirtschaft zu einem Umdenken gekommen. Weißnar: "Bei Aufforstungen gilt in unseren Regionen eine Formel, wonach maximal 70 Prozent Fichtenbäumchen, jeweils mindestens zehn Prozent Tannen und Buchen sowie weitere zehn Prozent ,freie' Baumarten angepflanzt werden." Und dabei ist es wiederum notwendig, dass die Pflanzen den topografischen und klimatischen Bedingungen entsprechen.

"Österreich ist in forstliche Wuchsgebiete eingeteilt", berichtet Weißnar. "Es handelt sich um Naturräume mit weitgehend einheitlichem Klimacharakter." Um Bäumchen für die jeweiligen Gebiete züchten zu können, werden Samen aus klimatisch gleichwertigen Zonen gesammelt. Allerdings darf man das nicht irgendwo tun, sondern diese "Erntezonen" müssen für das Saatgut anerkannt sein.

Geerntet wird der Samen in Jahren der starken Baumblüte. Bei den Fichten sind solch üppige Phasen leicht zu erkennen, wenn gelben Wolken vom Wind aus den Wäldern geblasen werden. Nach der Bestäubung bilden sich auf den Ästen Zapfen, deren Blätter anfangs ganz eng aneinander geschmiegt liegen. Und unter jedem einzelnen Blättchen reift ein Samenkorn heran.


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