Probezüge für Messung
Kürzlich wurden im LKH Voitsberg und bei einer Anrainerfamilie Erschütterungsmessungen für das Kraftwerksprojekt durchgeführt.

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Ein idyllischer Garten mit vielen duftenden Rosenstöcken, buntem Phlox und Obstbäumen voll von Früchten, in denen sich zwitschernde Vögel tummeln. Plötzlich hört man die typischen Geräusche eines herannahenden Zuges. Lokalaugenschein bei Anrainern des Voitsberger Kraftwerkes, bei denen kürzlich, ebenso wie im LKH Voitsberg, eine Messung der Erschütterungen durch den geplanten Antransport der Steinkohle per Bahn durchgeführt wurde.
"Ich wurde vom Konsenswerber beauftragt, der für das Land ein derartiges Gutachten braucht", schildert der Grazer Ziviltechniker Gerhard Tomberger, der das Schlafzimmer der Anrainerfamilie "verkabelt" hatte, um an die nötigen Daten zu kommen. "Es wurden fünf Probezüge mit Tankwaggons zwischen Voitsberg und Bärnbach hin und retour geschickt, damit wir mit unserem sensiblen Gerät Messungen durchführen konnten, die sich aber nicht auf den Lärm beziehen", erklärt der Ziviltechniker. Nachsatz: Sollte es bei den Auswertungen Ergebnisse geben, würden diese im Fall eines Betriebes des Kraftwerkes geringer ausfallen, weil die Züge ins Werksgelände fahren.
"Die 50 Tonnen schweren Waggons werden in einen acht Meter tiefen Bunker entladen. Bis zu sechs Züge pro Tag sind möglich", befürchtet ein weiterer Betroffener extreme Auswirkungen auf die Bewohner im Umfeld des Kraftwerkes und der Bahnstrecke.
Eine Delegation der Aktion "Zukunft Bezirk Voitsberg" sprach kürzlich bei Bürgermeister Ernst Meixner im Rathaus und im Büro von Landeshauptmann Franz Voves vor und übergab einen Forderungskatalog. "Vom Sekretär des Landeshauptmannes erhielten wir die Nachricht, dass die betroffenen Landesstellen informiert worden seien, vom Voitsberger Bürgermeister haben wir noch nichts gehört." Der Termin für die nächste mündliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren der BH Voitsberg steht übrigens noch nicht fest.








