Berg- und Naturwacht: "Fühlen uns im Stich gelassen"
Die Mitarbeiter der Berg- und Naturwacht erfüllen ehrenamtlich viele wichtige Aufgaben im Bezirk Voitsberg. Für das Jahr 2009 wünscht sich Obmann Arnold Heidtmann etwas mehr Unterstützung.

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Der Jahresbericht 2008 der Berg- und Naturwacht des Bezirks Voitsberg zeigt, wie groß das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter ist. Obmann Arnold Heidtmann weist auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres hin, berichtet über die Aufgabenbereiche im Winter und hat einige Pläne für die Zukunft parat.
Seit Jahren gibt es jedoch einen wunden Punkt: die Benzinkosten. "Alle Mitarbeiter der Berg- und Naturwacht arbeiten ehrenamtlich, doch finde ich es nicht in Ordnung, dass sie in Bezug auf die Benzinkosten keine Entschädigung erhalten. Von der Landesleitung fühlen wir uns im Stich gelassen", ärgert sich Heidtmann, der sich auch seitens der Gemeinden mehr Unterstützung erhofft. "Darüber hinaus müsste das Raumverordnungsgesetz geändert werden, damit auch die Berg- und Naturwacht endlich Einsatzstützpunkte auf der Alm errichten kann. Dadurch würde unsere Arbeit sehr erleichtert werden." Ein Antrag auf Gesetzesänderung wurde bereits gestellt.
119 Berg- und Naturwächter. "Derzeit kommen wir im Bezirk Voitsberg auf 119 Berg- und Naturwächter, immerhin 14 davon sind Frauen. 2008 wurden insgesamt 62 Fortbildungsveranstaltungen besucht", erklärt Heidtmann. Die Mitarbeiter haben 1386 Einsätze mit fast 11.000 Stunden eingetragen. Auch im Winter gibt es für die Frauen und Männer viel zu tun. "So sind wir unter anderem für die Überwachung der Landschaftsschutzgebiete im Bezirk zuständig", so Heidtmann. Um die Bevölkerung diesbezüglich besser aufzuklären plant Heidtmann mit seinem Team heuer das komplette Schutzgebiet neu auszuschildern. Und Naturdenkmäler, unter anderem alte Bäume, werden mit witterungsbeständigen Tafeln gekennzeichnet.
Zu den freiwilligen Leistungen der zehn Ortseinsatzleitungen gehören darüber hinaus Landschaftspflege, Müllsammelaktionen, Restauration von Wegkreuzen und Denkmälern sowie Autowrack-Abfuhr. "Die Fahrzeuge werden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden kostenlos entsorgt", betont Heidtmann. Auf dem Gaberl, das auch im Winter sehr belebt ist, nimmt die Berg- und Naturwacht eine regelmäßige Leerung der Mülleimer vor. Weiters steht Amphibienschutz auf dem Programm, zwischen Stallhofen und Södingberg ist die Errichtung von Kröten-Tafeln und Frosch-Zäunen geplant. "Denn es tut einem im Herzen weh, wenn man dort die vielen überfahrenen Frösche auf der Straße sieht", weiß Heidtmann. Darüber hinaus werden 150 Nistkästen betreut, denn auch Fledermäuse und Eulen brauchen eigene Nistmöglichkeiten. Dazu kommen Gewässer- und Höhlenschutz. "Stollen aus der ehemaligen Bergbauzeit werden gesichert und an exponierten Stellen Warntafeln errichtet", so Heidtmann.
Wegefreiheit. Auch die so genannte Wegefreiheit wird von den ehrenamtlichen Mitarbeitern kontrolliert. Im Winter sind die Berg- und Naturwächter auf der Alm, meist mit einem Skidoo unterwegs, das in Notfällen auch der Bergrettung oder den Jägern zur Verfügung gestellt wird.







