Orchideenzüchter geben bei Ausstellung Tipps
Orchideen-Sammler lassen sich über die Schulter und auf die grünen Daumen schauen: Sie geben bei einer Ausstellung Pflegetipps.

Foto © APOrchideen brauchen das Richtige Quantum von allem
Keine Frage, Orchideen dürften recht kapriziöse Pflänzchen sein. "Manchmal hat man bei ihnen mehr Erfolg, wenn man sich nicht um sie kümmert als wenn man sie zu Tode liebt", ist die Erfahrung, die Michael Unterkofler immer wieder mit den floralen Schönheiten macht. Der Voitsberger Goldschmied sammelt Orchideen und bemüht sich um das Gedeihen von 250 Stück. Gemeinsam mit rund 80 anderen Sammlern aus der Steiermark zeigt er seine Schätze bei einer Ausstellung in Graz.
Wohnzimmer-Kulturen. "Wir haben diesmal als Schwerpunkt die Pflege gewählt", kündigt Unterkofler an. Und er zählt einige Beispiele auf, die auch bei der großen Präsentation zur Sprache kommen werden. "Die größten Fehler bei Wohnzimmer-Kulturen sind: zu viel Wasser, zu viel Dünger, zu wenig Licht", erklärt der Sammler bezüglich der Bedürfnisse seiner pflanzlichen Lieblinge.
Pflege. Es könne aber auch vorkommen, dass man jahrelang das Richtige Quantum von allem wähle, was eine Orchidee braucht, dann aber einen entscheidenden Fehler begeht: "Wenn man nicht beachtet, dass es einige Stunden lang beim Fenster zu heiß für die Orchidee sein könnte", verbrennen die Blätter - und das war's dann mit der Blütenpracht.
Exotisch wirkende Blüten. Weiches Wasser ist laut Unterkofler jedoch ein guter Tipp, will man sich lang an den exotisch wirkenden Blüten erfreuen: "Am besten wäre Regenwasser." Hat man es sich aber mit der Pflanze einmal verscherzt, "dauert es mitunter Jahre, sie wieder auf die Füße zu kriegen".
Preis. Damit man Orchideen sammeln kann, muss man übrigens kein Krösus sein. Unterkofler: "Es gibt pflegeleichte, die schon sehr günstig zu haben sind."
Farbenprächtige Kollektion. Sollte ein Stück aus der farbenprächtigen Kollektion des Voitsbergers partout nichts von seiner Eleganz zeigen wollen, muss es mit einem so genannten "Blühreiz" rechnen. Das heißt: Es bekommt etwas mehr oder weniger Licht, hat eine Trockenphase zu überstehen oder wird an einen anderen Ort gestellt. Diese Form der sanften "Nachhilfe" kann laut Unterkoflers Angaben zur Nachahmung durchaus empfohlen werden.
Ratschlag. Noch einen weiteren Ratschlag hat der Sammler für Orchideen-Freunde: Die Luftwurzeln niemals abschneiden, sie eignen sich optimal zur Aufnahme von Dünger.
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Fakten
Gesellschaft. Die Mitglieder der "Steirischen Orchideen Gesellschaft" organisieren vom 13. bis 15. Februar (jeweils von 9 bis 18 Uhr) eine Ausstellung in Graz/Don Bosco. Dort werden im Pfarrheim nicht nur Pflegetipps gegeben, sondern auch von Händlern Orchideen verkauft.
Karten. Erwachsene bezahlen vier Euro Eintritt, Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren zwei Euro.








