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Zuletzt aktualisiert: 16.04.2009 um 18:45 UhrKommentare

Söding: Zu viel Wasser nach Rodung

Nach dem Fällen von Bäumen kam es zu Problemen zwischen Anrainern und Eigentümer: Ein Speicher funktioniert nicht, Wasser staut sich, Mauerwerk ist seit der Rodung feucht, meinen die Nachbarn.

Foto © AP/Sujet

Durch die im Jahr 2005 durchgeführte Rodung eines rund 1,7 Hektar großen Waldes in Söding kam es zum Zwist zwischen Anrainern und dem Waldeigentümer Johann Bartl: Die Rodung sei widerrechtlich durchgeführt worden.

Bäume im Grenzbereich. "Stimmt nicht", entgegnet Johann Bartl. "Ich wurde darum ersucht, die Bäume im Grenzbereich zu schlägern. Dass ich dabei das ganze Grundstück in einem Zug und nicht ,zitzerlweise' einer Nutzung als Baugrund zugeführt habe, ist wohl verständlich", meint Bartl, der "nach Absprache mit dem Raumplaner für den geschlägerten Wald eine Ersatzfläche aufforsten" müsse.

Verschmutzungen und Vermurungen. In der Folge kam es bei starken Regenfällen durch das von der Rodungsfläche abfließende Wasser zu Verschmutzungen und Vermurungen der darunter liegenden Objekte. "Johann Bartl bekam eine Bewilligung zur Errichtung eines Regenwasserspeichers und einer Drainage", schildert Willibald Kutsche. "Nun staut sich dort aber das Wasser und sickert dann auf das Grundstück meiner Schwiegereltern Eduard und Sophie Jandl."

Sophie Jandl ergänzt: "Wir haben unser Eigenheim 1960 errichtet, das Mauerwerk war immer trocken. Erst seit der Rodung steigt die Feuchtigkeit an den Wänden hoch."

Johann Bartl bedauert, dass es zu Überschwemmungen gekommen ist, führt sie allerdings nicht auf die Rodung zurück. "Die starken Regengüsse richteten damals auch in anderen Gebieten Schäden an", erklärt er. Er habe den Damm noch vor der festgelegten Frist errichten lassen, "von Fachleuten geplant und von einer befugten Firma ausgeführt".

Das Oberflächenwasser wird durch Rohre auf ein Grundstück unterhalb der Bundesstraße geleitet. "Ich biete meinen Nachbarn an, den Damm samt Drainage in Anwesenheit des Planers nochmals zu überprüfen, notfalls kann der Damm verstärkt werden."

Gemeinde kann nicht einschreiten. Peter Kohlbacher, Bürgermeister von Söding, bestätigt, dass es Probleme gibt: "Weil die Verfahren über die Bezirkshauptmannschaft laufen, kann die Gemeinde nicht einschreiten." Eines möchte Kohlbacher klar stellen: "So lang nicht alle Auflagen erfüllt sind, wird es für die gerodete Fläche keine Baubewilligung geben."

KARL MAYER

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