Ein Mann mit Taktgefühl
Ein Södinger greift in Hinkunft in St. Johann ob Hohenburg zum Taktstock: Der 22-jährige Weststeirer ist der zweitjüngste Kapellmeister in der Steiermark.

Foto © KKNeo-Kapellmeister Manuel Tauber
Er ist 22 Jahre jung, Musikstudent, wohnt in Söding und ist dort in der Ortsmusikkapelle aktiv: Künftig wird Manuel Tauber aber auch in St. Johann ob Hohenburg den guten Ton zu schätzen wissen. Denn er gibt dort seit einigen Tagen als zweitjüngster Kapellmeister der Steiermark den Takt an.
Gegenseitiger Respekt. Haben die St. Johanner in den vergangenen drei Jahrzehnten so gespielt, wie es Kapellmeister Johannes Strommer wollte, hat künftig Tauber das Sagen. Und anscheinend versteht er sich mit den 63 Musikern, die der St. Johanner Kapelle angehören, gut: "Seit Anfang Jänner leite ich die Proben. Ich muss sagen, dass es mich verblüfft, wie groß der gegenseitige Respekt und die Akzeptanz sind. Für mich ist das wirklich eine schöne Aufgabe", meint der Södinger, der außer der Musik noch eine andere Beziehung zur Gemeinde St. Johann hat: Sein Vater ist dort geboren worden.
Neuland ist die Arbeit in einem großen Klangkörper für den 22-Jährigen nicht. Er gehört nämlich seit zwölf Jahren der Werkskapelle Bauer an und seit 14 Jahren der Ortsmusikkapelle Söding. Als Klarinettist - der übrigens auch Saxophon und Gitarre beherrscht - will er diesen Gruppen trotz seiner Funktion als Kapellmeister treu bleiben.
Frischer Wind. Über ein Orchester ist Tauber auch zu seiner neuen Tätigkeit gekommen. "Ich habe das Jugendorchester in St. Johann geleitet, das sich aus Schülern und aus jungen Mitgliedern der Ortsmusikkapelle zusammensetzt. Das Durchschnittsalter beträgt 14 Jahre." Weil diese Arbeit immer gut gelaufen ist und Tauber in St. Johann auch unterrichtet, kam die Anfrage, ob er nicht den Taktstock übernehmen möchte. "Kapellmeister Strommer meinte, es sei Zeit, dass ein frischer Wind wehe."
"Mein Leben und mein Hobby". Für Tauber, der auch der "Steirischen Blas" angehört, ist die Musik "mein Leben und mein Hobby". Im Sommer bleibe zwar ein wenig Zeit für das Schwammerlsuchen, im Winter allerdings weniger für das Schifahren: "Wenn man Tanzmusik macht und auf Bällen spielt, ist man zu müde für alles andere", meint er.








