Hubschrauber unter Beschuss
Mit einer Signalpistole feuerte ein 70-Jähriger in Söding auf den Polizeihubschrauber.
Der Polizeihubschrauber befand sich im Steigflug. An Bord: Pilot Günter Weiss und zwei Cobra-Männer aus Wiener Neustadt. Die Fallschirmspringer des Einsatzkommandos übten für den Ernstfall. Plötzlich wurde es ernst. Ein Pensionist (70) feuerte mit einer Signalpistole zwei Schüsse auf den Helikopter ab.
Um wenige Meter verfehlt. Das rote Geschoss erreichte die Höhe des Polizei-Hubschraubers, verfehlte ihn aber um wenige Meter. Weiss: "Ich dachte zuerst an einen Feuerwerkskörper. Da sah ich unter uns einen Mann in kurzer Hose, mit nacktem Oberkörper. Er hielt eine Pistole in der Hand, zielte und schoss neuerlich." Diesmal war es eine grüne Leuchtkugel, die der Schütze abfeuerte. Der Hubschrauber war aber schon zu hoch, das Geschoss konnte ihn nicht mehr erreichen.
Einsatzkräfte verständigt. Über Funk verständigte der Pilot die Einsatzkräfte. Rasch war eine Streife der Polizeiinspektion Söding zur Stelle und nahm den 70-jährigen Mann vorübergehend fest.
Auf sich aufmerksam gemacht. Seine Verantwortung: Er hatte in seinem Garten Äpfel gepflückt, als er den Helikopter zum ersten Mal sah, so der Weststeirer. Er habe dem Piloten zugewunken - und gehofft, dass seine Signale beantwortet würden. Als keine Antwort kam, sei er ins Haus gegangen und habe seine Leuchtpistole geholt, um auf sich aufmerksam zu machen.
Steigflug. Der Pilot und die beiden Cobra-Männer hingegen sind anderer Meinung. "Zumindest der zweite Schuss wurde ganz gezielt auf uns abgefeuert", ist der Pilot überzeugt. Hätte sich der Helikopter nicht im Steigflug befunden, hätte ihn diese zweite Kugel mit ziemlicher Sicherheit getroffen. "Nicht auszudenken, was dann geschehen wäre", meint Günter Weiss.
Gefährdung der Luftfahrt. Polizist Günter Langmann: "Der Mann wird wegen Gefährdung der Luftfahrt auf freiem Fuß angezeigt."









